Köpfe & Positionen

Zweite Welle der Digitalisierung erfasst Versicherer

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Auf die Automatisierung von Prozessen folgt die Individualisierung und Spezialisierung des Angebots im Zuge der zweiten Welle der Digitalisierung. Davon ist Wirtschaftsinformatiker Norbert Gronau überzeugt. Auch der neue Chef des Ifo-Institutes Clemens Fuest hat dies erkannt, wie er im exklusiven Interview mit der Versicherungswirtschaft erklärt.
"Die Versicherer haben mit dem Aufkommen des Internet-Geschäfts und den Direktversicherungen bereits eine Welle der Digitalisierung hinter sich. Sie müssen darüber hinaus verstehen, wie sich Geschäftsmodelle wandeln und wie sich die Risiken dadurch verschieben", wird Clemens Fuest in der März-Ausgabe des Business- und Managementmagazins Versicherungswirtschaft zitiert. Sein Ratschlag: "Versicherer müssen aufpassen, nicht in Abhängigkeiten zu geraten.“
In diese Bresche schlägt auch Norbert Gronau. "Wie ein Start-up denken", gibt er in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung seine Devise für die Branche aus. Wer sich aber die Start-up Szene als Garagengründer vorstellt, liegt in den Augen des Wirtschaftsprofessors Gronau komplett falsch. Beispiele wie Rocket Internet hätten durchaus Vorbildcharakter für Banken und Versicherer. Denn diese arbeiteten hochprofessionell und schaffen es mitunter innerhalb von 100 Tagen basierend auf einer Geschäftsidee, in mehreren Ländern mit einem neuen Modell an den Start zu gehen.
"Jetzt muss man Inhouse Antworten auf Fragen entwickeln, die der Wettbewerber möglichst noch nicht hat", sagt Gronau Im Interview mit der FAS. Outsourcing könne hier lediglich standardisierte Prozesse abdecken. (vwh/ku)
Bildquelle: Fotolia
Interview: „Versicherer müssen aufpassen, nicht in Abhängigkeiten zu geraten". Wirtschaftsforscher Clemens Fuest über digitale Investitionen und mehr Offenheit für Neues, in der kommenden Ausgabe des Business- und Managementmagazins Versicherungswirtschaft (Heft 03/16)
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