Schlaglicht

RWE verlangt Schadenersatz in Milliardenhöhe

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Nach einem schweren Unfall beim Bau eines Braunkohle-Kraftwerks am Niederrhein vor neun Jahren verlangt der Energiekonzern RWE nun von den Baufirmen Schadenersatz in Höhe von 1,4 Mrd. Euro. Vor dem Landgericht Mönchengladbach beginnt heute ein entsprechender Zivilprozess, berichtet der Kölner Stadt-Anzeiger (KSTA) (Az.: 11 O 209/12).
So hatte sich beim Bau des Braunkohlekraftwerks in Grevenbroich am 25. Oktober 2007 eine 450 Tonnen schwere Stahlkonstruktion in etwa 100 Metern Höhe gelöst und war in die Tiefe gestürzt, berichtet die Zeitung. Dabei kamen drei Arbeiter ums Leben, sechs weitere wurden verletzt.
RWE begründet die Klage laut KSTA damit, dass der Unfall auf Pflichtverletzungen des Bau-Konsortiums beruhe. Durch die daraus resultierenden Verzögerungen sei das Kraftwerk 2012 später als geplant ans Netz gegangen. Dadurch sei RWE ein Gewinn von 900 Mio. Euro entgangen. Zudem hätten sich die Baukosten durch die Verzögerungen erhöht.
Im Gegenzug hat das Konsortium in einem zweiten Verfahren RWE auf die Zahlung von 290 Mio. Euro verklagt. Die Baufirmen begründen die Klage mit ausstehenden Ansprüchen aus den Bauarbeiten. Ein Verfahren wegen fahrlässiger Tötung hatte die Staatsanwaltschaft Mönchengladbach eingestellt, berichtet der KSTA weiter. (vwh/td)
Bildquelle: Q.pictures / pixelio.de
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