Schlaglicht

Negative Zinsen sind ein Tabu

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Negative Zinsen sind für die europäischen Bankenaufseher ein Tabu. So haben die Stresstests hinsichtlich der Krisenfestigkeit der Banken auf den Märkten bislang noch nicht überzeugt. Dies wird sich aber in diesem Jahr auch nicht ändern, berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Der Grund: bei den neuen Stresstests der Europäischen Bankenaufsicht und der Europäischen Zentralbank spielen negative Zinsen nur eine Nebenrolle.
Demnach will die Europäische Bankenaufsicht (EBA) in London negative Zinsen nur im Rahmen von extremen Marktverwerfungen prüfen und nicht als Teil des wirtschaftlichen Umfelds, berichtet die FAZ weiter. Dies liege auch daran, dass die EZB negative Zinsen als Bestandteil einer Bankenprüfung vermeiden wolle. Damit will sie laut Bericht mutmaßlich Rückschlüsse auf ihre künftige Geldpolitik vermeiden. Jedoch erwarten die Märkte laut FAZ eine Verschärfung des Strafzinses für Banken.
Ab März wollen die EBA und die EZB ihre Fragebögen an die Banken verschicken, berichtet die Zeitung weiter. Demnach werde die EBA 51 Banken prüfen, die 70 Prozent der Bilanzsumme des EU-Bankenmarktes abdecken. Darunter befinden sich auch 38 Institute aus dem Euroraum. Die EZB wird laut Bericht 60 kleinere Kreditinstitute aus dem Euroraum überprüfen. Zwar sollen keine Ergebnisse veröffentlicht werden. Dafür will die EBA hingegen die wichtigsten Eckdaten der von ihr geprüften Institute mitteilen. Damit sei laut FAZ jedoch frühestens im Juli 2016 zu rechnen. (vwh/td)
Bildquelle: Andreas Hermsdorf / pixelio.de
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