Märkte & Vertrieb

Axa IM senkt weltweite Wachstumsprognose

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die Investmentstrategen von Axa Investment Managers haben ihre Prognose für das Weltwirtschaftswachstum in diesem Jahr von 3,1 auf 2,7 Prozent gesenkt. Für die Experten "wäre 2016 das schwächste Jahr seit 2009, mit einem um einen halben Prozentpunkt niedrigeren Weltwirtschaftswachstum als im Durchschnitt der Jahre 2008 bis 2015". Eine Rezession erwartet Axa IM hingegen nicht.
So habe sich Konjunktur zu Jahresbeginn unerwartet schwach entwickelt, konstatieren die Experten. Dabei schwächele die Wirtschaft nicht nur in den bekannten Krisenländern Russland und Brasilien. Auch aus den USA, China, den Emerging Markets und teilweise auch aus Europa und Japan seien schwache Zahlen gekommen, so Axa IM weiter.
Überrascht hat laut Axa hingegen die Industrie in den USA. "Das verarbeitende Gewerbe wächst nicht, und die Verbraucher legen ihr Geld auf die Kante, anstatt es auszugeben", heißt es in der "Investmentstrategie" von Axa IM. Allerdings halten die Investmentstrategen eine Rezession in den USA und eine harte Landung in China "für äußerst unwahrscheinlich".
Zudem gehen die Investmentstrategen aufgrund der weltweiten Wirtschaftslage davon aus, dass sich die Notenbanken mit einer expansiven Geldpolitik wie die Europäische Zentralbank (EZB), die Bank of Japan (BoJ) und die People‘s Bank of China (PBC) zu einer noch stärkeren Lockerung entschließen. Außerdem werde die Federal Reserve (Fed) die Zinsen bis Ende 2016 nur einmal erhöhen, lautet die Axa-Prognose.
Für den Euroraum sehen die Axa-Strategen keine klaren Anzeichen für einen Abschwung: "Der private Verbrauch, Staatsausgaben und die Bauwirtschaft treiben die Wirtschaft voran." Dennoch senken die Experten auch hier ihre Wachstumsprognose um 0,2 Prozentpunkte auf 1,4 Prozent. Ein Grund dafür seien die Zweifel an der Rentabilität der europäischen Banken. Neue Bilanz- und Regulierungsvorschriften erschwerten den Kreditinstituten zudem die Refinanzierung, vor allem in Italien. Das könnte die Kreditvergabe einschränken und Auswirkungen auf die Realwirtschaft haben.
Für die Emerging Markets rechnet Aaxa mit einem Wachstum von 3,6 Prozent (2015: 3,7 Prozent). Den Grund für den schwächeren Ausblick sehen die Experten vor allem in den fallenden Rohstoffpreise, den schwachen Welthandel und dem niedrige Wachstum in China. (vwh/td)
Bildquelle: Michael Schütze / Fotolia
Konjunktur · Axa Investment Managers
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