Schlaglicht

"Der deutsche Markt ist bereit für Universal Life"

Von Rafael KurzTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die Ideal will auch mit Universal Life als "Versicherungsfabrik für andere Erstversicherer fungieren", erklärt Vorstand Olaf Dilge im Interview mit VWheute. Das Produkt soll künftig einen "nennenswerten Anteil am Neugeschäft" bringen. Als mittelständischer Versicherer wolle man sich "nicht nur als Senioren- und Pflegespezialist, sondern auch als Technologietreiber positionieren".
VWheute: Wie wird das Produkt von Maklern und Kunden angenommen?
Olaf Dilge: Die Ideal Universal Life (IUL) wird sowohl von Maklern als auch Endkunden sehr gut angenommen. Unser Ziel war, ein an die aktuellen Marktgegebenheiten angepasstes Produkt anzubieten. Immer mehr Kunden informieren sich über ihre Versicherungsprodukte im Internet. Deswegen bietet das Produkt vor allem einen extrem hohen Digitalisierungsgrad. Die IUL richtet sich an Vermittler, welche die veränderten Marktgegebenheiten mitgestalten möchten und sich auch heute schon aktiv mit den sozialen Netzwerken auseinandersetzen. Diese Zielgruppe reagiert bereits sehr positiv auf unser neues Produkt und lobt besonders die durchgehende Digitalisierung und Transparenz. Sicherlich ist hier eine andere Art der Beratung erforderlich, denn auch die Versicherungsbranche muss sich auf Veränderungen im digitalen Leben der Kunden einstellen.
VWheute: Können Sie hier eine signifikante Zunahme von Verwaltungsaufwand feststellen?
Olaf Dilge: Nein, eher das Gegenteil ist festzustellen. Die Digitalisierung vereinfacht zum einen Prozesse im Verkauf und der Verwaltung, zum anderen werden Einsparungen erzielt, die sich auch positiv auf die Kosten des Produktes auswirken.
VWheute: Was sind Ihre Ziele mit Universal Life für 2016/17?
Olaf Dilge: Wir wollen die IUL im Markt etablieren und damit zukünftig einen nennenswerten Anteil im Neugeschäft verzeichnen. Hier haben wir eine digitale Plattform geschaffen, die auch für zukünftige Produktentwicklungen und die Kommunikation zwischen Kunde, Vermittler und Versicherer geeignet ist. Als mittelständischer Versicherer möchten wir uns nicht nur als Senioren- und Pflegespezialist, sondern auch als Technologietreiber positionieren. Ziel ist es, wie schon im Pflege- und Sterbegeldbereich, als Versicherungsfabrik für andere Erstversicherer zu fungieren und schnell einen hohen Marktanteil zu generieren.
VWheute: Hat das Produkt das Potenzial, die Altersvorsorge in Deutschland zu revolutionieren?
Olaf Dilge: Wir glauben ganz fest daran. Die Ideal Universal Life ist ein völlig neues Produktkonzept im deutschen Versicherungsmarkt. Der Ursprung der Universal Life-Versicherung liegt in den USA, wo sie einen Marktanteil von bis zu 40 Prozent erreicht. Wir denken, auch der deutsche Markt ist bereit für ein Produkt, das maximale Flexibilität hinsichtlich der beim Kunden im Laufe des Lebens aufkommenden Anpassungswünsche und eine größtmögliche Transparenz vereint.
Die Fragen stellte VWheute-Redakteur Rafael Kurz.
Bild: Olaf Dilge ist Vorstand der Ideal und spricht heute bei der Biometrie-Konferenz in Köln. (Quelle: Ideal)
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