Politik & Regulierung

Versicherer muss über günstigere Tarife aufklären

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Ein Versicherer ist verpflichtet, seine Kunden auf den für ihn günstigsten Tarif hinzuweisen. Dies hat das Oberlandesgericht München entschieden (Az.: 25 U 945/15). Damit bestätigten die Richter des OLG bereits ein entsprechendes Urteil der Vorinstanz. So genüge zwar ein schriftlicher Hinweis. Dieser muss aber entsprechend erkennbar sein.
Im konkreten Fall hatte die Klägerin eine private Krankenversicherung für sich und ihre Kinder abgeschlossen. Als diese jeweils ihr 20. Lebensjahr erreicht hatte, forderte der Versicherer deren Mutter auf, die Beiträge nun auf der Basis eines Erwachsenentarifs zu bezahlen.
Zwar enthielt das Schreiben einen entsprechenden Hinweis darauf, dass den Kindern auch der günstigere Ausbildungstarif gelte. Allerdings war der Hinweis nicht deutlich hervorgehoben, was auch von den Richtern bemängelt wurde. Aus deren Sicht war der Hinweis dadurch leicht zu übersehen.
So schätzten die Richter am OLG den Aufwand als nicht besonders hoch ein, den Hinweis auf einen entsprechenden Ausbildungstarif in einem maschinell erstellten Schreiben entsprechend grafisch hervorzuheben. Dieser Aufwand sei dem Versicherer also zumutbar gewesen, begründeten die Richter ihre Entscheidung. (vwh/td)
Bildquelle: Q.pictures / pixelio.de
Private Krankenversicherung · OLG München
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