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Allianz will zukaufen

Von Christoph BaltzerTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Mit 10,7 Mrd. Euro operativem Ergebnis - einem Plus von 2,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr - liegt die Allianz im Geschäftsjahr 2015 am oberen Rand ihrer Prognosen. Das Ergebnis wird nach den Projektionen der Konzernführung in diesem Jahr kaum steigen. Wachsen soll hingegen der Umsatz, und zwar durch Zukäufe. Dieser stieg 2015 um 2,4 Prozent auf 125,2 Mrd. Euro.
"Die Industrie konsolidiert sich, dadurch haben wir Wachstumschancen", sagt Allianz-Chef Oliver Bäte. "Die Gelegenheit zur Arrondierung unserer Portfolios ist günstig." Das liegt auch an den niedrigen Aktienkursen. Riesen-Übernahmen will Bäte aber nicht tätigen. Sie binden zu viele interne Kräfte.
Im vergangenen Jahr stieg der Umsatz der Allianz um 2,4 Prozent auf 125,2 Mrd. Euro. Das Wachstum kam ausschließlich aus der Schadenversicherung, die um 6,8 Prozent auf 51,6 Mrd. Euro Beitragseinnahmen zulegte. Leben und Gesundheit stagnierte bei 66,9 Mrd. Euro, weil die Allianz in vielen Ländern zu neuen Produkten überging, die sich am Markt erst durchsetzen müssen. Wegen der Abflüsse bei Pimco nach dem Ausscheiden von Bill Gross sank das verwaltete Vermögen im Asset Management um 2,1 Prozent auf 1,76 Bio. Euro.
Unter den Abflüssen litt auch das Ergebnis in diesem Segment, in der Personen- und Schadenversicherung legte es aber zu. Größter Ertragsbringer in beiden Sparten war das Geschäft der Allianz auf ihrem deutschen Heimatmarkt. Baustellen hatte die Allianz in Lateinamerika, vor allem in Argentinien und Brasilien.
Das Altgeschäft von Fireman’s Fund musste bei der Übertragung auf die AGCS nachreserviert werden. Nach externer Auditierung fühlen sich die Münchener bei den Reserven im US-Geschäft jetzt sicher. Zudem musste man 170 Mio. Euro Goodwill auf das koreanische Lebensgeschäft abschreiben. Grund waren dafür Inkongruenzen bei Garantien und Kapitalmarktzinsen (siehe DOSSIER). (ba)
Bild: Oliver Bäte, Vorstandsvorsitzender der Allianz (Quelle: Allianz)
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