Schlaglicht

Anklage fordert Haftstrafe für Wiedeking

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Laut einem Bericht von n-tv fordert der Staatsanwalt in seinem Plädoyer für den ehemaligen Porsche-Chef Wendelin Wiedeking eine Freiheitsstrafe von zwei Jahren und sechs Monaten. Die Strafverfolger sehen es als erwiesen an, dass er und der damalige Porsche-Finanzvorstand Holger Härter beim Übernahmepoker um Volkswagen 2008 mit unrichtigen öffentlichen Aussagen den VW-Aktienkurs manipulieren wollten.
Die beiden hätten mit "großer konspirativer Energie" den Tatplan verfolgt, eine durch Übernahmephantasien getriebene Verteuerung von VW-Aktien zu verhindern, erklärte Staatsanwalt Aniello Ambrosio bei seinem Plädoyer vor dem Landgericht Stuttgart. Das lasse sich allerdings nicht durch Zeugenaussagen beweisen, weil die beiden den Erwerb von mehr als 75 Prozent an VW im März 2008 und damit sieben Monate vor der offiziellen Bekanntgabe nur untereinander besprochen hätten.
Die von den Familien Porsche und Piech beherrschte Porsche SE wollte damals drei Viertel von Volkswagen übernehmen. Doch die Pläne gingen schief, die Porsche SE verschuldete sich stark und musste ihre Autoproduktion schließlich an VW verkaufen - 2009 räumten Wiedeking und Härter ihre Posten. Wegen Kursschwankungen der VW-Aktie verloren Hedgefonds damals Milliarden - und machen dafür Marktmanipulationen von Wiedeking und Härter verantwortlich. (vwh/dg)
Bildquelle: dg
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