Unternehmen & Management

Talanx will bis 2020 digitaler werden

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die Talanx will bis 2020 ihre Kosten durch eine verstärkte Automatisierung und Digitalisierung in der Schaden-, Unfall- und Lebensversicherung von Privat- und Firmenkunden um 240 Mio. Euro reduzieren. "Die Maßnahmen werden unsere Prozesse schlanker machen, unseren Service für Vermittler und Kunden verbessern und dazu beitragen, unsere Kosten signifikant zu senken", prognostiziert Talanx-Chef Herbert K. Haas.
Demach sollen viele IT-Systeme in der Schaden- und Unfallversicherung schrittweise durch eine spezielle SAP-Software abgelöst werden. Bis 2019 soll das System auch in der Kfz-Sparte vollständig eingeführt werden, so die Talanx. Ab Oktober 2016 will der Versicherer über 80 Prozent aller Geschäftsprozesse automatisch abwickeln. Bislang liege der Anteil bei unter zehn Prozent.
Zudem sollen bestehende Verträge sukzessive auf das neue System umgestellt werden. Auch in der Kompositversicherung soll die automatisierte Verarbeitung ab 2020 etwa 90 Prozent erreichen. Ab Herbst 2016 will die Talanx außerdem nur noch neuartige Lebens- und Rentenversicherungen mit geringeren Garantien anbieten.
Durch die angekündigten Einsparungen will Talanx nach eigenen Angaben bis 2020 rund 240 Mio. Euro einsparen, davon rund 100 Mio. Euro in Leben sowie 140 Mio. Euro im Schaden- und Unfallgeschäft.
"Der Direktvertrieb über Onlinekanäle wird weiter zunehmen. Zugleich brauchen Kunden für beratungsintensivere Produkte auch künftig einen persönlichen, hochqualifizierten Ansprechpartner. Wir werden die Online- und Offlinewelt nahtlos verbinden und so bestmöglich unsere Produkte und Serviceangebote für die digitale Welt weiterentwickeln", kommentiert Jan Wicke, Talanx-Vorstand für den Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung Deutschland. "Modernste Prozesse und effiziente IT-Plattformen sind hierfür ein entscheidender Erfolgsfaktor", ergänzt Wilke. (vwh/td)
Bild: Herbert K. Haas, Vorstandsvorsitzender der Talanx (Quelle: Talanx)
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