Schlaglicht

Gesundheits-Apps & Wearables: Technik, die begeistert?

Von Rafael KurzTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Reformdruck im Gesundheitswesen erwächst nicht zuletzt aus dem Kostendruck. Technische Errungenschaften bieten hier die Chance, bergen aber gerade für Kollektive Risiken erheblicher Kostensteigerungen. Was heute beim Kassengipfel diskutiert wird, bringt auch für die PKV Ansätze für Diskussionen mit Mehrwert.
"Die Digitalisierung der Gesundheitsversorgung wird das Megathema des 21. Jahrhunderts sein", konstatiert Ursula Marschall von der Barmer GEK im Interview (siehe POLITICS). Ihr geht es darum, jenseits von Fitness-Tarifen und Incentivierung innovative Wege zu beschreiten.
Anpassung und Erneuerung sind eine Daueraufgabe im Gesundheitswesen. Das kostet aber auch, und zwar immer mehr. Bei Diskussionen über Qualitätssteigerungen sollten also Filter angelegt werden, die Patientennutzen und Kosteneffizienz ins Blickfeld rücken. Neue Wege müssen in jedem Fall sondiert werden.
Die aktuellen Angebote lassen in Qualität und der Validität der gesammelten Daten zu wünschen übrig, kritisiert Gesundheitsökonomin Stephanie Stock. "Die derzeit verfügbaren Gesundheits-Apps berücksichtigen mehrheitlich nicht aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse zur Verhaltensprävention. Darüber hinaus besteht kein ausreichendes regulatorisches Zulassungs- bzw. Qualitätssicherungsverfahren." (siehe DOSSIER)
Technik, die begeistert, sollte also gewissen Mindestanforderungen genügen. (ku)
Bildquelle: Michael Bührke / pixelio.de
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Die Talanx will bis 2020 ihre Kosten durch eine verstärkte Automatisierung und Digitalisierung in der Schaden-, Unfall- und Lebensversicherung von Privat- und Firmenkunden um 240 Mio. Euro reduzieren. "Die Maßnahmen werden unsere Prozesse schlanker machen, unseren Service für Vermittler und Kunden verbessern und dazu beitragen, unsere Kosten signifikant zu senken", prognostiziert Talanx-Chef Herbert K. Haas.
Die Nürnberger bringt im Februar 2016 mit dem Ernstfallschutz einen neuen Dread-Disease-Tarif auf den Markt. Dieser umfasst nach Unternehmensangaben einen Versicherungsschutz bei mindestens 50 Erkrankungen. Zudem beinhalte der Tarif auch einen Zweitschutz sowie eine automatische Mitversicherung von Kindern ab Geburt.
Sollte Europas Finanzbranche in eine größere Schieflage geraten, sieht sich die europäische Bankabwicklungsbehörde SRB “auf den Ernstfall vorbereitet”, sagt SRB-Präsidentin Elke König im Interview mit dem Handelsblatt. "Die grundsätzlichen Prozesse funktionieren", betont die frühere Chefin der Bafin. Zudem gebe es im Ernstfall “ein ganzes Netzwerk an nationalen Abwicklungsbehörden”, so König.
Barmer GEK · Ursula Marschall
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