Schlaglicht

Menschliches Versagen war Ursache für Bahnunglück

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Das Zugunglück von Bad Aibling ist durch menschliches Versagen verursacht worden. Nach Angaben von Polizei und Staatsanwaltschaft wird gegen den Fahrdienstleiter wegen fahrlässiger Tötung, fahrlässiger Körperverletzung und gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr ermittelt. Laut Frankfurter Allgemeiner Zeitung (FAZ) soll der 39-jährige Mann gestanden haben, ein Sondersignal gegeben zu haben, was zu dem Unglück führte.
"Was wir momentan haben, ist ein furchtbares Einzelversagen", sagte der Traunsteiner Oberstaatsanwalt Jürgen Branz in Bad Aibling. "Hätte er sich regelgemäß, also pflichtgerecht, verhalten, wäre es nicht zum Zusammenstoß gekommen", ergänzte der Leitende Oberstaatsanwalt Wolfgang Giese laut FAZ.
Nach bisherigen Ermittlungserkenntnissen hatte der Zug mit Fahrtrichtung Rosenheim etwa drei bis vier Minuten Verspätung. Vor der eingleisigen Strecke bekam nach Angaben der Ermittler vom Stellwerk am Bahnhof Bad Aibling ein Sondersignal, was ihm die Einfahrt in den betroffenen Streckenabschnitt ermöglichte.
Allerdings gehen die Ermittler laut Bericht nicht von einer "Vorsatztat" aus. Zudem sei der Mann zum Zeitpunkt des Unglücks nicht betrunken gewesen und habe nicht unter dem Einfluss von Drogen oder Medikamenten gestanden. (vwh/td)
Bildquelle: Martin Berk / pixelio.de
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