Schlaglicht

Vertrieb und Marketing: Fakten schlagen Meinungen

Von Rafael KurzTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die Zielgruppe ist tot. Es lebe die Zielgruppe. Versicherer-Marketing ist von vorgestern, lautet eine These. Wer heute mithalten will, braucht Social Signals und bald GPS-Daten - oder schneidet sich einfach nur ein kleines Stück aus dem großen Prämien-Kuchen ab und verkauft dies als Innovation.
Von VWheute-Redakteur Rafael Kurz.
Wenn ein Unternehmen wie die i-finance einen Tarifvergleich provisionsfreier Altersvorsorge verspricht, ist das eigentlich unspektakulär. Fast schon im Sinne eines Gamification-Ansatzes nimmt man die Zielgruppe aber auf eine "neutrale" Website mit und holt sich dann bei Gelegenheit die Maklervollmacht. Das Pilotprojekt wird vom Bayerischen Staatsministerium gefördert. Gründer David Zahn diskutiert mit Wissenschaft und Politik gar zum Thema finanzieller Verbraucherschutz in der digitalisierten Welt. (siehe UNTERNEHMEN)
Wo hier die Reise hingeht, ist für den IT-Experten Michael Eckstein von 3m5 klar: Das Rating von potenziellen Kunden generieren Versicherer künftig aus Social Signals wie Freundschaftslisten, Schufa-Einträgen und GPS-Daten. (siehe DOSSIER)
"Daten und Insights schlagen Meinungen", konstatiert Marketingexperte Jürgen Seitz (siehe KÖPFE). Er will heute in Leipzig Wege aufzeigen, wie Versicherer im Spiel bleiben können.
"Makler, Vermittler, Versicherer und Kunden finden heute anders zueinander, als noch vor zehn Jahren", sagt Remo Fyda. Er hilft, Expertise und Kompetenz zu transportieren und will belegen, dass Kunden die besten Vertriebsmitarbeiter sein können. (siehe VERTRIEB)
Fakten schaffen durch Kenntnis der Fakten: Ein 360-Grad-Blick schließt Insights zu Kundschaft und eigener Unternehmensstruktur ein. Welche grundsätzlichen Fragen hier geklärt werden müssen, stellt Zukunftsforscher Dirk Solte zur Debatte.
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Weitere Themen im Blick von VWheute:

Mehr Beitragseinnahmen, mehr Kunden und Neuverträge: Die R+V Gruppe hat das Geschäftsjahr 2015 nach eigenen Angaben mit einem Rekordwachstum abgeschlossen. Wie der Wiesbadener Versicherer mitteilt, stiegen die Beiträge im abgelaufenen Jahr um 4,6 Prozent auf 15,0 Mrd. Euro. Auch in den übrigen Sparten verbuchte die R+V nach eigenen Angaben ein deutliches Plus.
Die Ausschließlichkeit blieb 2014 mit einem Marktanteil von 50 Prozent der wichtigste Vetriebskanal in der Schaden- und Unfallversicherung. Zu diesem Ergebnis kommt der Vertriebswege-Survey der Unternehmensberatung Willis Towers Watson. Auf den weiteren Plätzen folgen die unabhängigen Vermittler, die gemeinsam mit den Internetportalen einen Marktanteil von 30 Prozent erreichen. Der Direktvertrieb kommt auf acht Prozent.
Die Stürme Ruzica und Susanna haben voraussichtlich in ganz Deutschland einen versicherten Gesamtschaden von etwa 100 Mio. Euro verursacht. Zu dieser Schadenschätzung kommt die aktuarielle Beratungsgesellschaft Meyerthole Siems Kohlruss auf der Basis eigener Berechnungen. "Damit hat das Sturmduo deutlich höhere Schäden verursacht als bislang in der Presse berichtet wurde", sagt MSK-Geschäftsführer Onnen Siems.
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