Schlaglicht

Schlechte Stimmung in der Weltwirtschaft

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die globale Konjunktur hat sich trotz günstigem Ölpreis abgekühlt. Wie das Münchner Ifo-Institut mitteilte, sank das Barometer für das Weltwirtschaftsklima um 1,8 auf 87,8 Punkte und damit auf den niedrigsten Wert seit 2012. Der Wert liegt damit deutlich unter dem langjährigen Mittel von rund 96 Zählern, berichtet das Nachrichtenmagazin Spiegel Online.
"Der starke Rückgang der Ölpreise scheint im Durchschnitt keinen positiven konjunkturellen Effekt zu haben", sagte Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn. "Das Wachstum der Weltwirtschaft lässt weiterhin an Dynamik vermissen", wird der Wirtschaftsexperte bei Spiegel Online weiter zitiert. So habe sich das Wirtschaftsklima in allen Regionen verschlechtert - ausgenommen in Lateinamerika, Asien und Ozeanien.
Demnach sorge das billige Öl weltweit für Gewinner und Verlierer. So werden laut Ifo-Institut einerseits die Heiz- und Tankosten der Verbraucher gedrückt und dadurch die Kaufkraft im privaten Konsum angekurbelt. Andererseits stecken ölexportierende Staaten wie Russland in einer tiefen Krise, was wiederum die deutschen Exporteure treffe. (vwh/td)
Bild: Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn (Quelle: Ifo)