Schlaglicht

Panik sieht anders aus

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"Dax Absturz 2016", "Stock Market Crash", "der Euro zerbricht" ... an den Aktienmärkten tendiert die Stimmung zum Abverkauf. Gestern sank der Dax unter die 9.000er-Grenze. Schon jetzt sind die Prognosen für das Jahr 2016 Makulatur.
Von Christoph Baltzer.
Mit viel zu großem Optimismus ist man in das neue Jahr gestartet. Gestern kam es zu einem weiteren Einbruch auf den Aktienmärkten. So gut wie überall auf der Welt gaben die Kurse nach, der Dax verlor mehr als zwei Prozent. Vor Weihnachten hatten 22 Banken und Fondsgesellschaften in einer Umfrage der FAZ den Dax Ende dieses Jahres bei durchschnittlich 11.900 Punkten gesehen. Das ist wohl kaum noch zu erreichen. Schon für das Jahr 2015 war man viel zu optimistisch gewesen (siehe MÄRKTE).
Das Aktienexposure der deutschen Lebensversicherer lag Mitte 2015 bei 4,2 Prozent, berichtet die Bundesbank. Das ist im internationalen Vergleich sehr gering. Wirtschaftlich exponiert sind die Lebensversicherer vor allem gegenüber Staaten und Banken. Immer stärker engagieren sich die Kapitalanleger der Branche im Unternehmenssektor, allerdings kaum über Aktien. Bei der Bundesbank begrüßt man das, weil dadurch die Risiken stärker diversifiziert werden.
"Die Schizophrenie der Märkte wird durch das teuflische Duo Angst und Gier gefördert", schreibt Edouard Carmignac am 22. Januar und mahnt zur Vorsicht. Die Fondsgesellschaft Fidelity sieht trotz der derzeitigen Panikstimmung eine gute Gelegenheit, den Aktienanteil zu erhöhen. In Japan, Europa und Großbritannien sollte man zukaufen, heißt es in einem Marktkommentar vom vergangenen Freitag (siehe KÖPFE).
Der derzeitige Einbruch an den Börsen erinnert an den August 2011, als der Dax innerhalb von anderthalb Monaten von 7.300 (22.07.) auf 5.190 (09.09.) abgesackt war. Ein möglicher Double-Dip hatte damals für Panik gesorgt. Der Volatilitätsindex V Dax New erreichte am Höhepunkt der Nervosität knapp 50 Punkte, um dann für drei Jahre entspannt bei unter 25 zu liegen. Jetzt hat er 35 Punkte erreicht. Panik sieht anders aus (siehe DOSSIER). (ba)
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Weitere Themen im Blick von VWheute:

"Die Stimmungslage ist vor dem Hintergrund aktueller Konjunkturängste ausgesprochen negativ", sagt Philipp Waldstein, Geschäftsführer der Meag. Dennoch blickt er im Exklusivinterview mit VWheute durchaus optimistisch auf den weiteren Jahresverlauf.
Das Minus beschränke sich bei den risikoadjustierten Preisen auf ein Prozent, teilte der französische Rückversicherer mit. Gleichzeitig rechnet Scor mit einem allgemeinen Prämienwachstum von zwei Prozent, das sich aber je nach Markt und Region unterscheide.
Rund ein Drittel der Deutschen nutzt bereits Fitness-Tracker, ergab eine Bitkom-Umfrage. Bundesverbraucherminister Heiko Maas will die Nutzung per Gesetz begrenzen und mahnt: "Niemand sollte gezwungen sein, seine Fitness überwachen zu lassen. Krankenversicherte dürfen keine Nachteile haben, wenn sie ihre Gesundheitsdaten nicht zur Verfügung stellen."
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