Köpfe & Positionen

Berater in Social Media: Selbstdarstellung vermeiden

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
"Die Generation Y hat Probleme, sich komplizierte Sachverhalte selbst zu erschließen. Deswegen sucht sie für die großen Versicherungsthemen Berater", erklärt MarKo Petersohn, Inhaber des Beratungshauses As im Ärmel. Diese findet sie über Empfehlungen von Familien und Bekannten. Eine gute Online-Reputation sei ebenfalls unabdingbar, weil junge Menschen Empfehlungen vorher googeln würden, bevor sie Kontakt aufnehmen.
Zur Generation Y zählen die heute 15 bis 35-Jährigen. Als nachkommende Kundengruppe rückt sie verstärkt in den Fokus der Finanz- und Versicherungsmakler. "Der Unterschied zu früher ist, dass Versicherungsthemen aufgrund von Studium, Praktika, befristeten Jobverhältnissen und vor allem der Selbstverwirklichung, erst viel später in den Fokus der Generation Y rücken. Und in dem Moment muss man als Vermittler präsent sein", sagt der Gründer von As im Ärmel im Interview mit AssCompact.
"Denkt man an neue Beratungskanäle wie beispielsweise Videoberatung, zeigt sich, dass die Generation Y hierfür zwar offen ist, allerdings wird bei allen ein persönliches Kennenlernen vorausgesetzt." Der Zukunftsforscher Matthias Horx erklärt diesen Aspekt wie folgt: "Letztendlich ist der Kern jeder wirtschaftlichen Entwicklung der Versuch der Vermeidung von Unsicherheit und Risiko. Und da ist ein menschliches Gesicht unabdingbar. Wir vertrauen, wenn überhaupt, konkreten Personen. So sind wir von der Evolution geprägt."
Zwar gehören für Petersohn neben mobilen Webseiten auch Auftritte in sozialen Netzwerken immer mehr zum Standard in der Kundenkommunikation, allerdings warnt er: "Hierbei müssen Vermittler sehr aufpassen, dass sie nicht dem Drang zum Entertainment und der Selbstdarstellung erliegen."
Die Generation Z wird seiner Einschätzung nach noch abhängiger von Beratern sein, "weil sie noch hedonistischer und Ego-zentrierter ist. Gute und online gut aufgestellte Berater blicken somit zweifelsfrei in eine rosige Zukunft." (vwh/dg)
Bild: MarKo Petersohn, As im Ärmel. (Quelle: As im Ärmel)
Generation Y · Horx
Auch interessant
Zurück
20.08.2019VWheute
Versi­cherer und Social Media: Das sind die größten Fehler der Branche US-Präsident Donald Trump macht es vor: Sein Gezwitscher in den sozialen Medien…
Versi­cherer und Social Media: Das sind die größten Fehler der Branche
US-Präsident Donald Trump macht es vor: Sein Gezwitscher in den sozialen Medien sorgt weltweit für Aufmerksamkeit. In den Chefetagen der Versicherer geht es indes deutlich ruhiger zu. Denn …
31.07.2019VWheute
Trend in der Branche? Erneute Social-Media-Kampagne gegen Ablen­kung im Verkehr Die Provinzial startet eine breit angelegte Sicherheitskampagne zum …
Trend in der Branche? Erneute Social-Media-Kampagne gegen Ablen­kung im Verkehr
Die Provinzial startet eine breit angelegte Sicherheitskampagne zum Thema Digitale Ablenkung im Straßenverkehr. Das Vorgehen wird umfangreich per Social Media begleitet. Wenn Ihnen das bekannt vorkomm…
22.07.2019VWheute
Hanno­ver­sche nimmt eigene Social-Media-Arbeit auf die Schippe "Aller Humor fängt damit an, dass man die eigene Person nicht mehr ernst nimmt", …
Hanno­ver­sche nimmt eigene Social-Media-Arbeit auf die Schippe
"Aller Humor fängt damit an, dass man die eigene Person nicht mehr ernst nimmt", erklärte einst ein Literaturnobelpreisträger. Dieses Zitat von Hermann Hesse hat sich die Hannoversche zu Eigen gemacht und blickt …
08.07.2019VWheute
IT auf dem Prüf­stand: "Schnelles Schei­tern kann Probleme vermeiden" Oft werden IT-Transformationen so lange aufgeschoben, bis die Druckpunkte in der…
IT auf dem Prüf­stand: "Schnelles Schei­tern kann Probleme vermeiden"
Oft werden IT-Transformationen so lange aufgeschoben, bis die Druckpunkte in der Entwicklung und Umsetzung nicht mehr hinnehmbar sind, kritisiert Christian Kinder. Bis dahin wurde bereits viel Zeit und …
Weiter