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Düsseldorfer Rosenmontagsumzug: Absage kostet eine Million Euro

Von Julia KolhagenTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Der abgesagte Rosenmontagszug in Düsseldorf ist ein Versicherungsfall. Der Veranstalter - das Comitee Düsseldorfer Carneval (CC) - hat sich laut der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ) dieses Jahr erstmalig gegen einen Ausfall versichert. "Genau können wir es natürlich noch nicht sagen, aber wir gehen davon aus, dass die Versicherung unseren Schaden weitgehend deckt", wird Hans-Peter Suchand, Pressesprecher des CC, zitiert.
Er schätzt, dass der ausgefallene Umzug etwa eine Mio. Euro kosten wird. "Da ist alles mit eingerechnet", sagt Suchand, "von allen Wagen über das Sicherheits- und Schankpersonal, Sanitätsversorgung und Süßigkeiten." Allein bei den Süßigkeiten kommen 250 Tonnen zusammen, von denen ein Großteil bei einem Nachholtermin nicht mehr haltbar sein wird.
Ausfallversicherungen sind bei Großveranstaltungen wie den Umzügen in den karnevalistischen Hochburgen, keine Seltenheit mehr, berichtet Florian Sellckau, Experte für Veranstaltungsrisiken bei Aon Risk Solutions, auf Anfrage von VWheute. "Im Schadenfall ist der Versicherungsnehmer zum einen gegen die Kosten, die trotz der Absage anfallen und für die er jetzt keinen Gegenwert mehr erhält, versichert. Zum anderen sind die Kosten für eine Neuplanung des Events versichert", erläutert Sellckau: "Der Versicherungsnehmer hat damit kein Budgetrisiko."
Traditionell ist der Düsseldorfer Rosenmontagsumzug mit einer Haftplicht-, Unfall und Kfz-Versicherung für die Bagagewagen bei der Provinzial Rheinland versichert. Auch in diesem Jahr stellt der Versicherer diese Deckungen. Die Ausfallversicherung wurde hingegen nicht bei der Provinzial Rheinlang gezeichnet, wie der Versicherer auf Anfrage von VWheute bekannt gab. (jko)
Bildquelle: Elisabeth Patzal / Pixelio.de
Aon · Provinzial Rheinland · Rosenmontag
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