Schlaglicht

Commerzbank droht mit Strafzinsen

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die Commerzbank droht ihren größeren Firmenkunden mit Strafzinsen. Damit will das Kreditinstitut die Unternehmen dazu bringen, das Geld anders anzulegen, berichtet die Wirtschaftswoche. Privatkunden sollen davon jedoch nicht betroffen sein. Demnach werden bereit Großkunden und institutionelle Investoren mit dem Strafzins belegt. Nun solle der Mittelstand folgen.
"Bei Firmenkunden, großen Konzernen, institutionellen Kunden und Kunden des öffentlichen Sektors, die hohe Guthaben als Einlagen bei uns parken, vereinbaren wir verstärkt für die überschüssige Liquidität eine individuelle Guthabengebühr", wird ein Sprecher der Commerzbank in der Wirtschaftswoche zitiert. Demnach habe die Bank in den vergangenen Monaten bereits jeden zehnten Firmenkunden angesprochen.
Ziel sei es allerdings "nicht, diese Gebühr zu erheben, sondern in Gesprächen mit den Kunden gemeinsam alternative Anlagekonzepte zu entwickeln", ergänzt der Banksprecher laut Bericht. Sollten die Kunden hingegen nicht darauf eingehen, werde der Strafzins von derzeit 0,3 Prozent auf die überschüssige Liquidität aber fällig, berichtet die Wirtschaftswoche weiter. (vwh/td)
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