Schlaglicht

Fünf Tote bei Lawinenunglück in Tirol

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Bei einem Lawinenunglück in Tirol sind am Samstag zahlreiche Menschen verschüttet worden. Wie das Nachrichtenmagazin Focus Online berichtet, konnten fünf Menschen nur noch tot geborgen werden. Sie sollen zu zwei Gruppen tschechischer Skitourengeher gehören, die trotz erhöhter Lawinengefahr unterwegs waren. Allerdings kann die Zahl der Toten noch steigen, da nicht bekannt ist, wie viele Menschen verschüttet sind.
Die Lawine war am Samstag in der Nähe der Lizumer Hütte abgegangen, berichtet Focus Online weiter. In Tirol herrsche zudem die dritte von fünf Lawinen-Warnstufen. Zudem lösten sich laut Bericht im ganzen Skigebiet immer wieder Schneebretter. So wurde in Weerberg ein Wintersportler von einer Lawine verschüttet und musste verletzt in ein Krankenhaus gebracht werden.
Selbst in den Höhenlagen der deutschen Alpen mussten die Skisportler oberhalb von 2.000 Metern von einer extremen Lawinengefahr ausgehen, warnteder Lawinenwarndienst Bayern in München.
Dennoch sind Skitourengehen ist an sich nicht gefährlicher als andere Bergsportarten. So rückten die Bergwachten in Deutschland laut GDV im Jahr 2013 zu insgesamt rund 13.000 Einsätzen aus. Davon entfielen knapp 5.800 auf Skifahrer, rund 1.700 auf Wanderer und lediglich 156 auf Skitourengeher.
Skitouren bergen jedoch andere Gefahren als Abfahrten auf präparierten Pisten. "Am größten ist die Lawinengefahr", warnt Thomas Bucher vom DAV. "Jeder, der regelmäßig in die Berge geht, braucht eine Bergekostenversicherung. Das gilt gerade für Skitourengeher, rät der Experte. (vwh/td)
Bild: Lawinenunglück in Tirol (Quelle: dpa)
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