Schlaglicht

Versicherer und Fintechs: Make love not war

Von Rafael KurzTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Dass das Spiel mit riskanten Ideen zum traditionellen Geschäftsfeld eines solide aufgestellten Unternehmens gehören sollte, beweist Harald Rosenberger, der bei der Munich Re weltweit das Thema Innovationen verantwortet. Er setzt beim Thema Fintech auf Kooperation statt Konfrontation und geht auch hierzulande auf die Suche nach neuen potenziellen Partnern.
Heute eröffnet Harald Rosenberger die Digisurance in München. Seine Kunden, die Erstversicherer, will er mit "neuen Unternehmen zusammenbringen, da wir davon überzeugt sind, dass der Versicherungsbranche diese neuen Spieler helfen, ihr Geschäftsmodell weiterzuentwickeln." (siehe DOSSIER)
Ein solide und durchaus konservativ aufgestelltes Unternehmen wie die Munich Re (siehe UNTERNEHMEN) hat sich der Fintech-Szene also bereits längst strategisch geöffnet.
Profiteur in diesem konkreten Fall einer, der schon den Fuß bei zahlreichen großen Versicherern in der Tür hat und über ein erfolgreiches Modell verfügt: Felix Anthonij, der mit seinem Unternehmen Flexperto am Vertrieb der Zukunft arbeitet, der sich über Kanäle abspielt, "von denen wir heute noch gar nichts wissen können." (siehe KÖPFE)
Während andernorts mit harten Bandagen geboxt wird, zieht man zumindest heute in München an einem Strang. (ku)
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