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Schweizer Versicherer sind mit Geschäftsjahr zufrieden

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die Schweizer Versicherer sind mit dem abgelaufenen Geschäftsjahr 2015 sind zufrieden. "Das Geschäftsjahr 2015 verlief trotz schwieriger Rahmenbedingungen erfolgreich", sagte Urs Berger, Präsident des Schweizerischen Versicherungsverbands. Mit soliden Finanzergebnissen, leichtem Prämienwachstum und Fortschritten in der Kosteneffizienz habe die Branche ihre Solidität und Leistungsfähigkeit bewiesen.
Dabei verlief die Entwicklung in den beiden Hauptsegmenten der Schweizer Versicherungsbranche durchaus unterschiedlich. Demnach stieg das Prämienvolumen in der Schadenversicherung laut einer Hochrechnung des SVV im vergangenen Jahr um 0,5 Prozent auf 26,3 Mrd. Schweizer Franken. Im Vorjahr war das Geschäft in diesem Segment noch stagniert.
Wie der SVV weiter mitteilte, stieg das Prämienvolumen in der Kfz-Versicherung aufgrund der Neuzulassungen um 1,2 Prozent. In der Feuer-, Elementar- und Sachschadenversicherung verzeichneten die Schweizer Versicherer bedingt durch die Entwicklung der Bauinvestitionen, der Bevölkerung und der Kaufkraft ein Plus von 1,3 Prozent.
In der Leben stagnierte das Prämienvolumen im abgelaufenen Geschäftsjahr hingegen bei 32,6 Mrd. Franken. Zwar stiegen die Prämieneinnahmen im Kollektivleben nach SVV-Angaben leicht um 0,7 Prozent. Im Einzellebengeschäft verbuchten die Schweizer Lebensversicherer hingegen ein Minus von 2,2 Prozent. Die Gründe für diese Entwicklung sieht der SVV nicht nur in den niedrigen Zinsen. Im Vergleich zu Deutschland gebe es beim Wettbewerb auch "massive Unterschiede", erläutert Markus Leibundgut, Geschäftsführer von Swiss Life Deutschland im Interview mit Das Investment. So gebe es in der Schweiz "nur noch ganz wenige Anbieter für Lebensversicherungen". Zudem ist der "Schweizer Solvenztest seit 2011 scharf gestellt", ergänzt der Deutschland-Chef von Swiss Life.
Allerdings wirke sich laut SVV auch die zunehmende Regulierung auf die Kosten der Versicherer aus. "Die Interessen der Kunden sind uns ein zentrales Anliegen. Die versicherungsspezifischen Gesetze bieten bereits einen hohen Kundenschutz. Zudem haben wir Lücken im Kundenschutz auf freiwilliger Basis geschlossen. Bestehen weitere Lücken, bieten wir Hand, diese zu schließen", betont SVV-Präsident Urs Berger. "Regulierung darf jedoch nicht unsere Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit beeinträchtigen und unsere Wachstumsdynamik gefährden – auch das im Interesse der Kundinnen und Kunden." (siehe DOSSIER) (vwh/td)
Bildquelle: Lupo / pixelio.de
Lebensversicherung · Schweizerische Versicherungsverband · SVV · Swiss Life Deutschland
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