Märkte & Vertrieb

Zeitsprung für Maklerprozesse

Von Rafael KurzTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Makler sämtlicher Größenordnungen bis hin zu den großen Pools und Servicegesellschaften, wie auch MCP- und Softwareanbieter, spricht der Zeitsprung Dokumenten-Service an, sagt Versicherungsmakler Marcel Hanselmann im Interview mit VWheute. Durch die Neuentwicklung sieht er neben Zeit- und Kostenersparniss auch Haftungsrisiken reduziert.
VWheute: Welche Nachteile kann Ihr neuer Dokumentenservice für Makler ausgleichen?
Marcel Hanselmann: Die aktuelle Situation im Maklerhaus ist, dass für jede Agenturnummer bei jeder Gesellschaft Extranets zur Verfügung gestellt werden. In diesen Extranets werden Dokumente zur Verfügung gestellt, die überwiegend auch nicht mehr per Post dem Maklerhaus zugesendet werden. Die Dokumente müssen also manuell durch Mitarbeiter pro Extranet und pro Agenturnummer abgerufen werden. Echte Herausforderungen stellen sich auch dann, wenn dieser Abruf über verschiedene Mitarbeiter oder Abteilungen erfolgt und unklar ist, welche Dokumente per Post bzw. digital das Maklerhaus erreichen. Unser Zeitsprung Dokumenten-Service ruft die Postkörbe der Extranets täglich voll automatisiert ab und stellt diese in einem einheitlichen Postfach zur Verfügung. Auf Wunsch kann der Makler auch Prozesse einrichten, die die Post dann nach individueller Vorgabe automatisiert weiter verteilt oder über Schnittstellen an Drittsysteme/ das vorhandene Maklerverwaltungsprogramm weiterleitet.
VWheute: Welche konkreten Vorteile versprechen Sie Ihren Kunden?
Marcel Hanselmann: Durch die Nutzung unseres Tools ergeben sich folgende Vorteile: Kostenersparnis durch Beschleunigung und Vereinheitlichung des Ablaufs, Haftungsreduktion durch Sicherstellung, dass die Dokumente abgerufen werden und keine "im Extranet" vergessen werden. Schließlich gewährleisten wir damit weitgehende Digitalisierung der Versicherereingangspost auf Basis der Fähigkeiten der einzelnen Gesellschaft.
VWheute: Welche Kooperationen können Sie hier bereits vorweisen und was haben Sie als weitere Ziele angepeilt?
Marcel Hanselmann: Zur Stunde können ca. 40 aktive Nutzer verzeichnen. Darunter finden sich große Finanzvertriebe und Maklerserviceanbieter sowie mittelständische Maklerhäuser. Wir befinden uns in intensiven Integrationsgesprächen in diversen Poolplattformen oder Maklerverwaltungsprogrammen. Das Ziel ist eine flächendeckende Vernetzung der Postwege zwischen Gesellschaften und Serviceanbietern/ Maklern. Durch unsere Hybrid-Technologie können wir sowohl auf Basis Bipro-Service, als auch auf Maklerportal-Schnittstellen vernetzen.
Die Fragen stellte VWheute-Redakteur Rafael Kurz
Bild: Marcel Hanselmann, Geschäftsführer von E+H Versicherungsmakler in Pforzheim, gehört zu den Rednern der Digisurance in München am 5. Februar. (Quelle: E+H)
Automatisierung · Extranet · Maklerprozesse
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