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Keinen Zwang bei Wearables

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die Allianz will keine Tarife anbieten, die auf sogenannten Wearables basieren. So befürchtet Birgit König, Vorstandschefin der Allianz Private Krankenversicherung, im Interview mit dem Handelsblatt, dass "an Fitness-Apps gekoppekte Tarife das Grundprinzip des Versicherungskollektivs aushebeln". Zudem sollten "derartige Daten nicht beim Versicherer landen".
"Wenn sich solche Tarife etablieren, kann ein Zwang entstehen, diese Daten einzureichen. Das wollen wir nicht", betont die Allianz-Chefin. Zudem werde ein Fitnessarmband "nur etwa sechs Wochen getragen", ergänzt König: "Eine Versicherung muss aber für ein Leben gelten. Letztlich kommt es auf den Gedanken an, der hinter derartigen Trends steht: das Bedürfnis nach Selbstoptimierung." Die könne man anders lösen, so die Vorstandschefin der Allianz Kranken.
So habe die Allianz zum Jahresbeginn "einen neuen Versicherungsbaustein auf den Markt gebracht, der sich speziell an Sportler richtet. Nimmt man diesen Baustein zu seiner Vollversicherung hinzu, kostet das monatlich etwas unter zehn Euro extra. Dafür gibt es spezielle Angebote, wie etwa Laktat-Tests, Belastungs-EKGs, spezielle Therapien nach einem Unfall und eine medizinische Beratung per Telefon", erläutert König. (vwh/td)
Bild: Allianz-Vorstand Birgit König (Quelle: Allianz)
Allianz · Wearables
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