Politik & Regulierung

Viele Lebensversicherer verweigern Transparenz

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Bei der zum 14. Mal durchgeführten Marktstudie zur Überschussbeteiligung der Assekurata ist die Beteiligung der Lebensversicherer erneut gesunken. "Es gibt keinen Grund, nicht teilzunehmen", kritisierte Assekurata-Geschäftsführer Reiner Will. Denn die Ergebnisse richteten sich an Neu- und Bestandskunden. Zudem würden zunehmend auch Alternativen zu den Produkten mit klassischen Garantien untersucht.
Tendenziell sinke die Auskunftsbereitschaft bei Unternehmen, die ihr klassisches Neugeschäft in den Run-Off geschickt haben, beobachtet Reiner Will. Von den Kölner Ratern wurden für diese den Markt am intensivsten beleuchtende Studie 83 Lebensversicherer mit einem Marktanteil von 99,0 Prozent (gemessen an den verdienten Bruttobeiträgen laut Bafin für 2014) zur Teilnahmen eingeladen. An der Studie nahmen 62 (64) Unternehmen mit 85,7 (89,0) Prozent Marktanteil teil – allerdings beantworteten nicht alle Studienteilnehmer auch alle Fragenkomplexe. Angaben zur klassischen Überschussbeteiligung bei privaten Renten machten beispielsweise nur 59 Gesellschaften.
Diese Gesellschaften nahmen nicht an der Studie teil und befinden sich im Run-Off: Athene, BBV, Hamburger, Heidelberger, Plus, Protektor und Victoria. Diese Gesellschaften beteiligten sich mit Hinweis auf ein "eingeschränktes Neugeschäft" nicht: Arag, Generali (neu), Karlsruher, Süddeutsche, VPV, WWK und Zurich, Landeslebenshilfe und Münchener Verein Leben lieferten nach Angaben von Assekurata "ohne erkennbaren Grund" keine Daten, die VHV wegen der Verschmelzung auf die Hannoversche Leben. Auch Skandia, Vorsorge, Deutsche, Dialog und Direkte, welche sich alle entweder auf fondsgebundenes oder biometrischem Geschäft fokussieren, nahmen nicht teil. (lie)
Bild: Assekurata-Geschäftsführer Reiner Will. (Quelle: Assekurata)
Assekurata · Marktstudie
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