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Versicherungsbetrug nach Wein-Diebstahl

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Nach einem Einbruch in seinen Keller hat ein Kosovare angegeben, ihm seien Weine und Spirituosen im Wert von 202.000 Franken gestohlen worden. Die Korken knallten zu früh. In Wahrheit handelte es sich um einen Viertel des Betrages, weshalb nun das schweizerische Bundesgericht den Mann wegen versuchten Betrugs verurteilte.
Als der Inhaber eines Einmannbetriebes nach einem Einbruch seiner Versicherungsgesellschaft einen dicken Papierstapel vorlegte und gestützt darauf einen Schaden von über 200.000 Franken geltend machte, wurde die Schadensanzeige sorgfältig geprüft. Es stellte sich heraus, dass Getränke im Wert von lediglich 53.000 Franken gestohlen wurden. Das Bezirksgericht Baden verurteilte ihn wegen versuchten Betruges zu einer bedingten Geldstrafe von 10.000 Franken – sowie zu einer Buße von 2.000 Franken unter Anrechnung der Untersuchungshaft von zwei Tagen.
Zuerst das Aargauer Obergericht und nun auch das Bundesgericht haben dieses Urteil gestützt, berichtet die Aargauer Zeitung. Der Kosovare hatte in Lausanne argumentiert, er habe nicht arglistig gehandelt. Dies ließ das Gericht nicht gelten: Seine Täuschung sei äußerst unbeholfen und zu offensichtlich gewesen.
Die Überprüfung der Angaben des Kosovaren war mit sehr viel Aufwand verbunden. Um festzustellen, dass die Inventarliste nicht zwei Tage vor dem Einbruch, sondern sechs Wochen später, abgeändert wurde, musste die IT-Forensik der Kantonspolizei Aargau beigezogen werden. Damit war die Arglist des Mannes gegeben und dessen Verurteilung wegen versuchten Betruges nicht zu beanstanden, begründeten die Richter ihre Entscheidung. (vwh/dg)
Bildquelle: Rainer Sturm / pixelio.de
Versicherungsbetrug
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