Unternehmen & Management

bAV-Studie: Arbeitnehmer zeigen wenig Interesse

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die Entwicklung der betrieblichen Altersversorgung stagniere, weil die Mitarbeiter nur über geringe Finanzreserven verfügen, lautet das Fazit der Studie "Betriebliche Altersversorgung im Mittelstand 2016". Zwar legen gemischt finanzierte Betriebsrenten sowie Branchen- und Tarifvertragspläne zu, doch um die Nachfrage der Beschäftigten zu beleben, helfen keine Einzelmaßnahmen wie eine Enthaftung der Arbeitgeber oder Opting-out-Vorgaben.
Nach Ansicht der 200 befragten bAV-Verantwortlichen lässt sich nur über eine höhere finanzielle Förderung eine bessere Marktdurchdringung erreichen. Kritik üben sie an der Belastung durch umfangreiche neue Vorschriften und Regelungen, die die Ausbreitung der bAV hemmen. Nur jeder dritte bAV-Verantwortliche sieht in der gesetzlichen Haftung der Arbeitgeber ein Hindernis für die bAV.
"Die Ergebnisse zeigen, dass gerade für Personen mit geringerem Einkommen neue Anreize zum Erwerb von bAV-Ansprüchen gesetzt werden müssen, denn gerade sie sind stärker von Altersarmut bedroht und dringend auf ein zusätzliches Einkommen im Alter neben der gesetzlichen Rente angewiesen", erklärt Michael Stille, Vorstandsmitglied bei den Generali Versicherungen, die gemeinsam mit dem F.A.Z.-Institut seit 2011 die Studienreihe veröffentlicht.
Dagegen haben die Arbeitgeber ihr Engagement bei der bAV 2015 ausgebaut. So kann jeder Mittelständler mindestens ein bAV-Angebot vorweisen, wobei die Entgeltumwandlung jetzt in allen befragten Unternehmen stattfindet. Gerade mitarbeiterstarke Betriebe weisen mit aktuell 45 Prozent einen überdurchschnittlich hohen Anteil bei den rein arbeitgeberfinanzierten bAV-Modellen auf. Insgesamt hält jeder Betrieb im Schnitt aktuell 1,5 bAV-Planvarianten über alle Finanzierungsvarianten hinweg bereit. (vwh/dg)
Bildquelle: Paul-Georg Meister / pixelio.de
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