Schlaglicht

Outsourcing als unternehmerischer Schlüsselfaktor

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Support durch Externe hat sich gerade auch für Versicherer zu einem unternehmerischen Schlüsselfaktor entwickelt. Entscheidend für die Beschäftigung externer Helfer sind die wirtschaftliche Attraktivität des Angebotes und nicht zuletzt die Erfahrung des Dienstleisters in der Financial Services Industrie.
Dazu kommen die Sicherstellung definierter Servicelevels, die Solvenz des Unternehmens, Vertrauen in die Geschäftsführung und Flexibilität für die Belastungsschwankungen. Rund 57 Mrd. Euro macht der gesamte Vorleistungsbedarf deutscher Versicherer und Pensionskassen aus, berichtet das Wirtschaftsforschungsinstitut Prognos. Vor allem außerhalb der eigenen Kernkompetenz, innovative Produkte zu kreieren, spezifische Beratungen anzubieten oder Schäden abzuwickeln, greifen externe Player in das Marktgeschehen ein.
„Der wachsende Kostendruck bringt die Versicherer dazu, sich der Hilfe von Dienstleistern zur Übernahme von Aufgaben, Systemen und Prozessen zu bedienen“, erklärt Jan Peter Schacht, Seniorpartner der Unternehmensberatung Moving Minds. „Theoretisch kann alles bis auf die regulatorisch vorgeschriebenen Mindestfunktionen ausgelagert werden.“

Einseitiger Fokus auf geringe Kosten rächt sich

Vor allem diejenigen Bereiche sind für Auslagerungen attraktiv, in denen hohe Investitionen anstehen, signifikant Kapazität für Lastspitzen vorgehalten werden muss oder klare Größenvorteile erkennbar sind. Davon sind Experten der Unternehmensberatung Bain & Co. überzeugt. In Ihrem Beitrag für das Business- und Managementmagazin Versicherungswirtschaft gehen Sie weiter ins Detail: Für jedes Projekt ist ein Businessplan erforderlich, der sicherstellt, dass sich der geplante Nutzen materialisiert. Hierbei sollten Versicherer schon mit Blick auf die Vorsteuerthematik interne Lösungen zumindest prüfen.
Ein einseitiger Fokus auf möglichst geringe Kosten rächt sich demnach erfahrungsgemäß. Genauso fatal, wenn im Zuge einer Auslagerung kritisches internes Know-how verloren geht und eine unangemessen starke Abhängigkeit entsteht. Zur Überprüfung empfehlen sie ein mehrdimensionales Kennzahlensystem, das neben den reinen Kosten auch die Qualität anhand der für den Versicherer messbarer Größen berücksichtigt. (vwh/wo)
Bildquelle: Fotolia
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Aus der aktuellen Ausgabe des Business- und Managementmagazins Versicherungswirtschaft (Heft 02/16):

>Partnerschaft mit festen Regeln: Die Dienstleister der Versicherer

  • Report: Dienste leisten mit Gewinn Produktivität und Präzision der externen Firmenkorona im Auftrag der Versicherer (zum Beitrag)
  • Interview: „Wir können nicht auf externe Dienstleister verzichten“. Mit Ulrich Leitermann, Vorstandsvorsitzender der Signal Iduna. (zum Beitrag)
  • Expert: Kosten, Kapazitäten und kritisches Know-how. Experten von Bain&Co propagieren klare Ziele und eine robuste Steuerung (zum Beitrag)
  • Expert: Dienstleister an fester Leine halten. Juristische Hinweise zum Umgang mit Kundendaten. (zum Beitrag)
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