Unternehmen & Management

Huk-Coburg erneut gegen Glaskartell

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Offenbar will die Huk-Coburg weiter gegen ein Kartell von Autoglasherstellern vorgehen. Das schreibt die Börsenzeitung unter Berufung auf den Juristen Kim Lars Mehrbrey von Hogen Lovells. Eine Klage war zunächst vom LG Düsseldorf abgewiesen worden. Das Unternehmen bestätigt die Meldung gegenüber VWheute.
Das Gericht hatte zunächst gegen das Ansinnen des Versicherers entschieden, da - so die Begründung - das Kartell lediglich bei den Automobilherstellern höhere Preise verursacht habe. Der japanische Autoglashersteller Asahi war von der EU-Kommission zusammen mit drei Wettbewerbern zu einem Bußgeld über 1,38 Mrd. Euro verdonnert worden.
Die Huk-Coburg forderte 22 Mio. Schadensersatz, da die höheren Preise auch zu Lasten der Versicherten gegangen seien. Jetzt haben sich offenbar die Vorzeichen verändert, wie die Börsen-Zeitung berichtet. Denn eine entsprechende Kartellschadenersatz-Richtlinie von Seiten der EU soll gerade mittelbar von Preisabsprachen betroffenen Unternehmen Klage erleichtern. Zwar muss die Richtlinie erst bis Ende 2016 in nationales Recht umgesetzt sein. Allerdings sieht Experte Kim Lars Mehrbrey aktuell schon deutliche Zeichen und erste Urteile, die einen solchen Trend stützen. (vwh/ku)
Bildquelle: Johanna Wagner/ pixelio
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