Märkte & Vertrieb

Die Börsenwoche: Neues Unheil für Versicherer-Kapital?

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Können Indexfonds zur Bedrohung für Versichererportfolios werden? Allein die Größenordnung der Anlageprodukte wie auch exotische Randprodukte könnten Abwärtstendenzen in Märkten im Zweifel noch verstärken, "Die Baisse nährt die Baisse" warnt Daniel Eckert in der Welt am Sonntag.
ETF sind längst kein Nischenprodukt mehr. Das Volumen der Anlageklasse liegt demnach bei 3.000 Mrd. Dollar. 2015 machten die sogenannten Exchange-Traded Funds (ETF) 9,3 Prozent der institutionellen Portfolios aus, nach 7,2 Prozent im Vorjahr, hat die Neue Züricher Zeitung jüngst vorgerechnet. Gerade Versicherer und Pensionskassen würden damit Portfolio-Absicherung betreiben.
"Gerät der Markt ins Rutschen, könnten ETF mit ihrer Marktmacht einen möglichen Crash noch beschleunigen", warnt nun Finanzredakteur Daniel Eckert in der WamS. Gerade Indexfonds auf Unternehmenswerte könnten hier eine ungeahnte Gefahr bergen: denn hier sei oftmals nicht klar, ob sich hinter den Produkten in Wirklichkeit Derivate verbergen. "Ohne es zu wissen, haben Anleger also eine Wette laufen, dass die an ihrem ETF beteiligten Marktwerte auch in schlechten Zeiten liquide und solvent bleiben", erläutert der Experte. Und dass, obwohl bei den Derivaten die einzelnen Player im Zweifel nicht so ohne weiteres transparent zu machen sind.
Laut Analyse der NZZ halten zwar besonders die Versicherer ihre ETF-Anteile noch vor allem für kurzfristige Zwecke. Doch nach US-amerikanischem Vorbild suchen die Assetmanager mehr und mehr die ETF auch unter längerfristigem Horizont, als "gewöhnliche" Bausteine im Portfolio. (vwh/ku)
Bildquelle: Eisenhans/ Fotolia
Indexfonds · ETF
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