Schlaglicht

Zika-Virus: WHO erwägt globalen Notfall

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die rasche Ausbreitung des sogenannten Zika-Virus in Lateinamerika lässt derzeit bei der Weltgesundheitsorganisation die Alarmglocken schrillen. Nach einem Bericht der Süddeutschen Zeitung erwägt die WHO, am kommenden Montag einen weltweiten Gesundheitsnotfall auszurufen und entsprechende Maßnahmen beraten. Sie befürchtet, dass sich bis zu vier Millionen Menschen in Südamerika mit dem Erreger infizieren könnten.
Zwar seien die Viren bei einigen Kindern nachgewiesen worden, heißt es laut SZ weiter. Dennoch sei bislang noch nicht zweifelsfrei erwiesen, ob wirklich das Zika-Virus schuld am massenhaften Auftreten der Mikrozephalie sei oder ob es nicht doch eine andere Ursache gebe.
Bei dieser Krankheit handelt es sich um eine Entwicklungsstörung des Schädels und des Gehirns. Dabei wird der Erreger durch den Stich der Gelbfiebermücke Aedes aegypti übertragen und nicht durch einfachen Kontakt von Mensch zu Mensch.
Bislang am stärksten betroffen ist laut Bericht Brasilien mit geschätzt 1,5 Millionen Infizierten. Zudem könnten mehr als 4.100 Neugeborene davon betroffen sein, darunter 68 Babys. Bislang hat die WHO in ihrer Geschichte laut SZ erst dreimal mit dem internationalen Gesundheitsnotfall die höchste Alarmstufe ausgerufen: bei der Schweinegrippe, der Kinderlähmung und Ebola.
Die Europäische Reiseversicherung (ERV) hat vor dem Zika-Virus in Lateinamerika gewarnt. Gerade für anstehende Reisen zum Karneval in Rio oder den Olympischen Spielen in Brasilien sei Vorsicht geboten, so der Versicherer. "Zwar werden die Zusammenhänge zwischen dem Virus und den Mikroenzephalie-Fällen noch untersucht, aber das erhöhte Risiko sollte während einer Schwangerschaft nicht in Kauf genommen werden", warnt Birgit Dreyer, Reise-Expertin der ERV. (vwh/td)
Bild: Die Gelbfiebermücke Aedes aegypti gilt als Überträger des Zika-Virus. (Quelle: dpa)
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