Köpfe & Positionen

Riester erteilt Deutschlandrente eine Absage

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Den jüngsten Vorschlägen einer "Deutschland-Rente" erteilt der frühere Bundesarbeitsminister Walter Riester (SPD) eine Absage: "Das einzig Neue daran ist der Name", sagte er auf einer Veranstaltung der Bayerischen in Heidelberg. "Die Idee selbst ist uralt und wurde bereits in der Vergangenheit als nicht praxisgerecht verworfen."
Eine neue staatlich verwaltete Rente sei nicht zum Nulltarif zu haben, wie behauptet, sagte Riester. Sie verursache natürlich auch Kosten, die die Gemeinschaft der Rentenversicherten und Steuerpflichtigen zu begleichen habe. "Der wunde Punkt der Deutschland-Rente ist das Problem, dass die Rentenversicherung als Träger nicht in der Lage ist, den Vertrieb des Produktes zu übernehmen. Denn man muss die Menschen aktiv davon überzeugen, Rückstellungen fürs Alter zu bilden."
Und eine neue "wangsrente" sei politisch nicht durchsetzbar. Riester hält dagegen die staatlich geförderte private Altersvorsorge aktuell als die beste Möglichkeit, freiwillig vorzusorgen: "Sie leistet einen wichtigen Beitrag dazu, dem zunehmenden Problem von Altersarmut vorzubeugen." So verteidigt der frühere Bundesarbeitsminister das von ihm konzipierte Angebot auch gegen jüngste Kritik: "Die Förderkriterien würde ich heute exakt genauso wieder festlegen." Der Vorwurf mangelnder Rendite oder höherer Kosten sei ungerechtfertigt: "Die Riester-Rente rechnet sich durch die hohen staatlichen Zuschüsse für jeden. Unterm Strich ist damit die Rendite für die Bürger unübertroffen. Besserverdienende können zudem die Steuervorteile nutzen." (vwh/ku)
Bild: Walter Riester (SPD) (Quelle: Die Bayerische)
Riester-Rente · Walter Riester
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