Märkte & Vertrieb

Ausschließlichkeit bleibt der dominante Vertriebsweg

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Lebensversicherungen schließen Kunden nach wie vor am liebsten beim Einfirmenvermittler ab. 41,9 Prozent des Neugeschäfts wurden im Geschäftsjahr 2014 von gebundenen Agenten vermittelt. Beim Abschluss von Schaden-Unfallversicherungen wenden sich die Kunden ebenfalls bevorzugt an Vertriebsmitarbeiter, die exklusiv für einen Anbieter arbeiten.
Mit 46,2 Prozent entfällt knapp die Hälfte des Jahresbeitrags im Neugeschäft der Schadenversicherer auf den Vertrieb über gebundene Agenten. Dies geht aus der Vertriebswegestatistik 2014 des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hervor, die bis zu 95 Prozent des Marktes abdeckt.
Der Direktvertrieb verbuchte erneut ein Wachstum im Schaden- und Unfallbereich. Der Marktanteil stieg hier von 11,6 auf 12,0 Prozent. Im Neugeschäft mit Lebensversicherungen kam dieser Vertriebsweg auf einen Marktanteil von 3,3 Prozent, was einem Minus von 0,7 Prozentpunkten entspricht.
Banken und Sparkassen legen als Vertriebskanal ebenfalls zu (siehe DOSSIER). Bei der Vermittlung von Lebensversicherungen wuchs der Marktanteil der Banken und Sparkassen von 19,8 auf 21,0 Prozent und im Bereich Schaden/Unfall von 5,5 auf 6,0 Prozent. Am größten fiel das Plus mit 1,5 Prozentpunkten (Marktanteil: 5,3 Prozent) bei den vermittelten Krankenversicherungen aus.
Eine Renaissance der Ausschließlichkeit hatte jüngst auch Towers Watson festgestellt. (vwh/ku)
Grafik: GDV
Ausschließlichkeit
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