Schlaglicht

BGH stärkt Sondertilgungsrechte bei Immobilienkrediten

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Wenn Häuslebauer ihren Immobilienkredit vorzeitig auflösen wollen, müssen sie in der Regel ein "Strafgeld" zahlten. Diese Entschädigung für entgangene Zinsen kann durchaus mehrere Tausend Euro ausmachen. Der Bundesgerichtshof entschied nun, dass die Baufinanzierer bei der Kalkulation der Entschädigung auch Sondertilgungsrechte berücksichtigen müssen. Entsprechende Ausschlussklauseln sind demnach unwirksam (Az.: BGH, XI ZR 388/14).
Demnach dürften die Baufinanzierer die Sondertilgung künftig "nicht mehr stillschweigend unter den Tisch fallen lassen", wird Jörg Sahr, Baufinanzierungsexperte von Stiftung Warentest in Berlin, in der heutigen Ausgabe der Süddeutschen Zeitung zitiert. "Es gibt viele Geldinstitute, die ganz fair und korrekt abgerechnet haben, eine ganze Reihe macht das aber nicht", ergänzt Alexander Krolzik, Finanzexperte der Verbraucherzentrale (VZ) Hamburg. Habe die Bank die Sondertilgungsmöglichkeit "vergessen", können die betroffenen Kunden aufgrund der höchstrichterlichen Entscheidung zuviel gezahlte Strafgelder zurückfordern.
Der Bundesverband deutscher Banken (BdB) spricht laut Zeitungsbericht hingegen von einer Einzelfallentscheidung. So gebe es keine Erkenntnisse darüber, wie oft solche Klauseln in den Darlehensverträgen vorkommen. Verbraucherschützer Krolzik spricht laut SZ hingegen "von 15 bis 20 Kreditinstituten, die solche Klauseln in ihren Bauverträgen drin haben, darunter bundesweite Großanbieter". Dazu gehörten einige Sparkassen und eine Volksbank sowie Lebensversicherer wie die Allianz, Continentale oder Axa. (vwh/td)
Bildquelle: Thorben Wengert / pixelio.de
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