Schlaglicht

Wirtschaft fürchtet Grenzkontrollen

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die deutsche Wirtschaft fürchtet sich weiter vor möglichen Grenzkontrollen im Rahmen der Flüchtlingskrise. So hänge deren ganze Produktion von schnellen internationalen Lieferungen ab, schreibt die Süddeutsche Zeitung in ihrer heutigen Ausgabe. So transportierten die deutschen Unternehmen jedes Jahr Produkte und Waren für 1,2 Billionen Euro ins Ausland.
"Unser Geschäftsmodell ist auf offene Grenzen angewiesen", warnte Außenhandelspräsident Anton Börner beim Neujahrsessen der Arbeitgeberverbände in Berlin. Eine Rückkehr zu den Zuständen vor Schengen bedeutet einen Rückfall auf die Wirtschaftsleistung der 80er-Jahre, lautet seine Befürchtung. "Zunehmende Grenzkontrollen könnten zu einer Schwächung der volkswirtschaftlichen Effizienz und damit zu Wachstumsverlusten führen", heißt es zudem laut Bericht bei BASF.
"Grenzkontrollen würden der Logistikbranche Kosten in einer Größenordnung von mehreren Hundert Millionen Euro aufbürden und sie um Jahrzehnte zurückwerfen", kritisiert zudem Bernhard Simon, Vorstandschef des Großspediteurs Dachser. "Die Wettbewerbsfähigkeit Europas gegenüber anderen Weltwirtschaftsregionen würde massiv leiden", befürchtet er laut SZ.
Sollten die Grenzkontrollen zu abgeschotteten Volkswirtschaften führen, befürchtet Börner einen "Prozess, der sich selbst verstärkt und zum Protektionismus wird. Dann gehen in Europa die Lichter aus". Die Folge aus Sicht des Außenhandelspräsidenten: "Deutschland drohen auf Jahre Instabilität, weniger Wachstum und weniger Jobs." (vwh/td)
Bildquelle: Uwe Steinbrich / pixelio.de
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