Schlaglicht

DIHK fürchtet Milliardenschäden durch Grenzschließungen

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) warnt vor hohen Kosten durch Grenzschließungen in der Flüchtlingskrise. "Durch Staus und Wartezeiten, zusätzliche Bürokratie oder zum Beispiel die Umstellung von Just-in-time-Lieferung auf deutlich teurere Lagerhaltung können sich die Kosten für die deutsche Wirtschaft schnell auf zehn Mrd. Euro pro Jahr summieren", befürchtet DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben.
Demnach brächten Grenzkontrollen den Reise- und Warenverkehr zwar nicht zum Erliegen, führten aber zwangsläufig zu Verzögerungen, wird Wansleben im Handelsblatt zitiert. "Das macht Reisen und Lieferungen unnötig teuer", so der DIHK-Geschäftsführer weiter. Daher plädiere er dafür, die nationalen Grenzen weiter offen zu halten. Denn Staatsgrenzen seien für Geschäftsleute, Dienstleister, Handwerker oder Touristen seien derzeit wie eine Kreisgrenze.
Bereits am Dienstag hatte Anton Börner, Chef des Außenhandelsverbands BGA, vor einem solchen Szenario gewarnt: "Die Kosten allein für die internationalen Straßentransporte würden sich um circa drei Milliarden Euro verteuern", wird er im Nachrichtenmagazin Spiegel Online zitiert. Zudem würden "rund 70 Prozent des deutschen Warenhandels mit dem Ausland innerhalb Europas abgewickelt". (vwh/td)
Bild: DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben (Quelle: DIHK)
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