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Touristik: "Stimmung ist leicht getrübt"

Von Rafael KurzTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die geopolitsche Lage und die Terroranschläge wirken sich auch auf die Tourismusbranche aus. Die Stimmung werde 2016 "vorübergehend leicht getrübt sein", prognostiziert Johannes Ganser, Bereichsleiter Touristik der HanseMerkur, im Exklusiv-Interview mit VWheute. Daher müsse die Branche dem verunsicherten Kunden nun "hinreichend Alternativangebote" aufzeigen.
VWheute: Welche Bilanz ziehen Sie für 2015 aus der Reiserücktrittsversicherung?
Johannes Ganser: Das Beitragsvolumen der HanseMerkur Reiseversicherung AG in der Sparte Rücktritt hat sich 2015 um ca. 3,5 Prozent erhöht. Hinsichtlich der Schadenquote gehen wir nach vorläufigen Zahlen von einem Anstieg um knapp 1,5 Prozentpunkte aus, wobei die absolute Anzahl an Schäden, die es zu regulieren galt, mit etwa 66.000 Stück in etwa auf dem Vorjahresniveau lag. Das versicherungstechnische Ergebnis ist damit hinter unseren Erwartungen zurückgeblieben.
VWheute: Inwiefern sind Sie als Versicherer bei Terroranschlägen wie jüngst in Hurghada und Istanbul direkt betroffen?
Johannes Ganser: Als Reiseversicherer bieten wir im Notfall unseren Versicherten Hilfe und Service an. Je nach gewähltem Versicherungsschutz übernehmen wir u.a. die Kosten für Rettung, medizinische Versorgung und Betreuungsleistungen vor Ort.
VWheute: Welche Kundenkreise bedienen Sie mit Ihren Deckungskonzepten?
Johannes Ganser: Die HanseMerkur Reiseversicherung bietet sowohl Reiseschutz-Produkte für den klassischen Touristen im In- und Ausland an, als auch Deckungskonzepte wie Work&Travel für Arbeitnehmer im Ausland und ausländische Arbeitnehmer/Gäste in Deutschland.
VWheute: Wie sieht angesichts der geopolitischen Lage und der Terroranschläge Ihre Prognose für 2016 aus?
Johannes Ganser: Die Stimmung in der Touristik wird vorübergehend leicht getrübt sein. Jetzt kommt es darauf an, dass die Reisebranche den Kunden, die verunsichert sind, hinreichend Alternativangebote aufzeigen kann. Gleichzeitig steigt jedoch auch der Absicherungsbedarf der Reisenden, seien sie nun aus beruflichen oder privaten Gründen unterwegs. (siehe DOSSIER)
Die Fragen stellte VWheute-Redakteur Rafael Kurz.
Bild: Johannes Ganser ist Bereichsleiter Touristik der HanseMerkur (Quelle: HanseMerkur)
HanseMerkur · Tourismus
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