Schlaglicht

Bausparkassen am Scheideweg

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Die Bausparkassen stehen derzeit am Scheideweg. Galten Bausparverträge einst als attraktive Geldanlange, ist die Idee des Bausparens angesichts der Niedrigzinsphase mittlerweile zu einem Relikt der Vergangenheit geworden. Viele Betroffene erwarten nun mit Spannung einen Gerichtsentscheid darüber, ob Bausparkassen ihre alten Verträge unter bestimmten Bedingungen einseitig kündigen dürfen.
Der Rechtsstreit ist allein deshalb so bedeutend, weil die Bausparkassen mittlerweile mehr als 200.000 Verträge gekündigt haben, berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung. In fast 1.000 Fällen haben die Sparer laut Bericht bereits dagegen geklagt. In 89 Fällen gab es laut Bericht bereits Urteile von Amts- oder Landgerichten. Eindeutiger Sieger: die Bausparkassen, die in 79 Fällen Recht behielten. Die Kläger erhielten lediglich in zehn Fällen Recht.
Die Bausparkassen leiten daraus nun die Theorie ab, dass es "herrschende Rechtsauffassung" sei, Altverträge unter bestimmten Bedingungen zu kündigen, so die FAZ weiter. Die Verbraucherzentralen argumentieren hingegen, dass die Bausparkassen nur die Fälle heranziehen, in denen der Gerichtsentscheid günstig für sie ausgegangen sei. In allen anderen Fällen hätten sie eher unauffällig einen Vergleich abgeschlossen, so das Blatt. (vwh/td)
Bildquelle: Thorben Wengert / pixelio.de
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