Schlaglicht

Munich Re-Chef sieht ökonomischen Stress aufkommen

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Nikolaus von Bomhard warnt die deutsche Politik und Wirtschaft vor bloß geliehener Stärke. Das Blatt werde sich wenden und die aktuellen Krisen, ein Kumul an Unsicherheit, "werden uns in Stress versetzen, auch ökonomisch."
Im Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung entgegnet Nikolaus von Bomhard dem Einwand, dass bislang nichts Schlimmes passiert sei: "Ich komme mir vor wie Kassandra, die ruft und ruft, aber es passiert nichts. Aber die Risiken sind da, sie sind nur im Alltag der Menschen noch nicht offensichtlich."
Umso schwerer wiegt die Stimme der Welt-Risikokompetenz im Vorfeld des Weltwirtschaftsforums von Davos: "Risiko wird nicht mehr angemessen bepreist." Das treibt auch die Munich Re in riskantere Gewässer. "Wir diversifizieren, wo wir können", erklärt von Bomhard mit dem Verweis auf moderat riskantere, mitunter "illiquide Anlagen".
Ob er bereits Bilanz zieht und zum letzten Mal als Vorstandschef nach Davos reist, verrät er der FAS nicht. Den jüngsten Abzug Warren Buffetts, sieht er nicht als negativen Meilenstein. Vielmehr könne er aus dessen Sicht die Entscheidung verstehen, Buffett habe die Munich Re schließlich als Finanzinvestment gesehen. (siehe UNTERNEHMEN). (vwh/ku)
Bild: Nikolaus von Bomhard, Vorstandsvorsitzender der Munich Re (Quelle: dpa)
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