Märkte & Vertrieb

IDD in Sicht: Modelle für Honorar, Provision und Hybride

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Wenn die Insurance Distribution Directive 2018 kommt, können flexible Versicherer punkten. Den Beschluss des Europäischen Parlaments sehen Angelika Hinz und Sascha Däsler von der PPI AG als Weckruf. Denn mehr als die Hälfte der Unternehmen hatte sich vorher noch gar nicht mit dem Thema befasst.
PPI hatte herausgefunden, dass mehr als die Hälfte der Unternehmen noch nicht mit der IDD-Umsetzung begonnen hatten. Dabei könnten laut Angelika Hinz und Sascha Däsler von der PPI AG die größeren Aufwände durch die verschärften Transparenzregeln durchaus genutzt werden.
"Viele Versicherer werden wahrscheinlich sowohl Produkte auf Basis einer Gebührenvergütung als auch die klassischen Provisionsmodelle anbieten. Wer hier die Anforderungen an die Verbraucherinformationen effizient hinbekommt, verschafft sich Wettbewerbsvorteile auf der Kostenseite", schreiben die Versicherungsexperten in ihrem Blogbeitrag für die Versicherungsforen Leipzig. "Hier ist vor allem die IT gefordert: Beide Varianten sowie eine Hybridalternative müssen in den IT-Systemen hinterlegt sein. Dabei genügt es nicht, einfach eine Option „Nullprovision“ zu ergänzen. Die Kostenstruktur der provisionsbasierten Vermittlung unterscheidet sich signifikant von der honorarbasierten."
Die Schnittstellen zu anderen Regulierungsvorschriften könnten zudem nützlich sein. Viele Inhalte der IDD-Richtlinie hätten große Ähnlichkeit mit Umsetzung von Mifid II. Angelika Hinz und Sascha Däsler erwähnen hier auch die Vorschriften PRIIPS-Verordnung, das LVRG sowie das Honorarberatergesetz als Bindeglieder zum einheitlichen Verbraucherschutz bei Finanzprodukten. "Auch die Anforderungen des Verhaltenskodex für den Vertrieb, als freiwillige Selbstverpflichtung der Versicherungswirtschaft, enthalten bereits Aspekte der IDD." (vwh/ku)
Bildquelle: Petra Bork/ pixelio
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