Schlaglicht

Subran: "Die Welt ist nervös"

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die politischen und ökonomischen Krisen rund um den Globus lassen die Nervosität weiter ansteigen. "Viele Unternehmen sind extrem nervös. Die ganze Welt ist nervös geworden", sagt Ludovic Subran, Chefökonom von Euler Hermes, in der heutigen Ausgabe des Handelsblatt. Zudem rechnet er damit, "dass die weltweiten Insolvenzen in 2016 erstmals seit sieben Jahren wieder zunehmen."
Einen Grund für die düsteren Wolken am Himmel sieht Subran vor allem in den Schwellenländern. "Brasilien steckt in der schwersten Rezession seit den 90er-Jahren. Russland durchlebt eine tiefe Wirtschaftskrise. In China haben die Risiken für Firmenpleiten zugenommen. Südafrika und Indien sind nicht stark genug, um die Wachstumsverluste auszugleichen", erläutert der Chefökonom des Kreditversicherers im Handelsblatt.
Eine Folge: "Deutschland muss angesichts der weltweiten Krisenherde sein exportorientiertes Geschäftsmodell überdenken. Der Konsum, Inlandsinvestitionen und Staatsausgaben müssen in Zukunft eine größere Bedeutung bekommen", fordert Subran.
Zwar sei die Globalisierung nicht am Ende, ergänzt der Experte, "aber sie verändert ihr Gesicht. Der klassische Güteraustausch verliert an Bedeutung, dafür werden Dienstleistungen sowie Kapital-, Technologie- und Informationsflüsse rund um den Globus immer wichtiger". (vwh/td)
Bildquelle: Ludovic Subran, Chefökonom von Euler Hermes (Quelle: Euler Hermes)
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