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Große Bandbreite globaler Risiken

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die Bandbreite globaler Risiken war noch nie so breit gefächert wie heute. Laut Global Risk Report 2016 des Weltwirtschaftsforums sehen die Unternehmen vor allem in der Migration, einer schnelleren Erderwärmung, dem Wassermangel und Cyberattacken die derzeit größten Risiken für 2016. Damit sind erstmals vier von fünf Kategorien - nämlich Umwelt, Geopolitik, Gesellschaft und Wirtschaft - unter den Top Fünf der folgenschwersten Risiken.
Laut Report bewerten die rund 750 Befragten das Versagen in der Klimapolitik als potenziell folgenschwerstes Risiko für 2016. Damit steht erstmals seit der Erstauflage des Berichts im Jahr 2006 ein Umweltrisiko ganz oben an der Spitze der Rangliste. Demnach schreiben die befragten Fachleute diesem Risiko derzeit ein höheres Schadenspotenzial zu als Massenvernichtungswaffen (Platz zwei), Wasserkrisen (Platz drei), unfreiwillige Migrationsströme (Platz vier) und Energieschocks (Platz fünf).
"Der Klimawandel verschärft mehr Risiken als jemals zuvor - Wasser- und Nahrungsmittelknappheit, eingeschränktes Wirtschaftswachstum, schwächerer gesellschaftlicher Zusammenhalt und zunehmende Sicherheitsrisiken. Gleichzeitig erhöhen sich durch die geopolitische Instabilität die Risiken für Unternehmen, dass Projekte abgesagt, Lizenzen widerrufen, die Produktion unterbrochen, Vermögenswerte beschädigt und der grenzüberschreitende Geldverkehr eingeschränkt werden", sagt Cecilia Reyes, Chief Risk Officer von Zurich Insurance Group, zu den Studienergebnissen.
"Politische Konflikte wiederum erschweren es, die Herausforderung des Klimawandels zu bewältigen. Sie beeinträchtigen die politische Zusammenarbeit und binden Ressourcen, Innovation und Zeit, die besser für die Bekämpfung des Klimawandels und die Prävention eingesetzt werden könnten", ergänzt Reyes.
Das Risiko mit der höchsten Eintrittswahrscheinlichkeit sehen die befragten Experten in diesem Jahr in den unfreiwilligen Migrationsströmen, gefolgt von globalen Wetterereignissen (Platz zwei), einem Versagen in der Klimapolitik (Platz drei), zwischenstaatlichen Konflikten mit regionalen Auswirkungen (Platz vier) und Naturkatastrophen (Platz fünf).
"Durch Ereignisse wie die Flüchtlingskrise und Terroranschläge in Europa ist die globale politische Instabilität so hoch wie seit dem Kalten Krieg nicht mehr. Das prägt immer stärker eine Atmosphäre der Unsicherheit, in der internationale Unternehmen zunehmend ihre strategischen Entscheidungen treffen müssen. Noch nie war es so wichtig, dass sich Führungskräfte damit auseinandersetzen, welche Konsequenzen diese Risiken für Wirkungsradius, Ruf und Lieferketten ihrer Unternehmen haben", kommentiert John Drzik, President Global Risks and Specialties von Marsh, das Ergebnis des Global Risks Reports.
Das größte Geschäftsrisiko sehen die deutschen und Schweizer Unternehmer jedoch weiterin in den Cyberattacken. So wird die Wahrscheinlichkeit von Hackerangriffen 2016 zwar leicht höher bewertet als zuvor. Andere Risiken, wie der Zusammenbruch kritischer Informationsstruktur, scheinen nach Ansicht der befragten Experten jedoch zurückzugehen. So habe bislang noch keine technologische Krise systematische Auswirkungen auf Volkswirtschaften oder die Sicherheit gehabt. So werden Cyberangriffe lediglich in acht Ländern - nämlich in Deutschland, Japan, Singapur, den USA und der Schweiz - als gravierendstes Risiko angesehen. (vwh/td)
Bildquelle: ZDF
Zurich · Global Risk Report · Weltwirtschaftsforum
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