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Branche versprüht wenig Optimismus

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die deutsche Versicherungsbranche blickt derzeit nicht sehr optimistisch in die Zukunft. Daran ändert auch die positive gesamtwirtschaftliche Wachstumserwartung nichts, stellt die Unternehmensberatung Sopra Steria im aktuellen "Branchenkompass Insurance 2015" fest. Demnach beurteilen viele Fachkräfte die aktuelle Lage der Branche kritischer als noch im Krisenjahr 2008.
So erwarten laut Branchenkompass 29 Prozent der befragten Entscheider bis 2018 eine schlechtere Entwicklung als in der übrigen Volkswirtschaft. Bei den Maklern seien es sogar 31 Prozent. Als besondere Belastung für neues Wachstum sehen die befragten Versicherungsmanager vor allem die neuen Regulierungsvorschriften durch die EU-Vermittlerrichtlinie (IDD) sowie die verschärften Eigenkapitalvorschriften durch Solvency II.
Zudem sieht die Branche laut Studie kaum noch Wachstumsperspektiven für die klassische Lebensversicherung. Gleichzeitig setzt die Branche ihre Hoffnungen verstärkt in die betriebliche Altersversorgung (bAV) und die Komposit-Versicherungen.
Die derzeit größte Herausforderung für die Branche sehen die Versicherungsmanager mit 86 Prozent beim Thema Compliance. 83 Prozent der Befragten sehen laut Umfrage die Optimierung der unternehmenseigenen IT-Landschaft als große Herausforderung. Auch die Digitalisierung der Geschäftsprozesse gewinne bei vier von fünf Befragten immer mehr an Bedeutung, so die Experten von Sopra Steria.
Vor allem die Kundenberatung wird in der Branche derzeit als besonders wichtig eingestuft. Fast 97 Prozent der Befragten investieren demnach laut Branchenkompass in deren Ausbau. Zudem wollen 89 Prozent ihre Kundenkommunikation auf sämtliche Zugangskanäle ausdehnen. Daher rangieren die Ausgaben für mobile Anwendungen mit 77 Prozent bei den Investitionsplanungen der befragten Unternehmen ganz oben auf der Investitionsliste. Bis 2018 sollen rund ein Viertel aller Investitionen in die IT fließen.
"Die Automatisierung, Virtualisierung und Digitalisierung von Prozessen hat in der Versicherungsbranche seit Jahren eine hohe Relevanz, denn die Assekuranzen haben gemerkt, dass sich durch Digitalisierung enorme Summen und Zeit einsparen lassen", kommentiert Petra Weber, Manager Insurance Business Consulting bei Sopra Steria Consulting die Ergebnisse der Untersuchung. "Der Branchenkompass bestätigt dies nachhaltig. Die Versicherungswirtschaft investiert in die Themen Prozessautomation, Portale und Kundenbindung – Faktoren, die die Branche einen Schritt weiter in Richtung digitaler Exzellenz bringen", ergänzt die Expertin. (vwh/td)
Bild: Klaus-Uwe Gerhardt / pixelio.de
Sopra Steria
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