Politik & Regulierung

Versicherer wollen betriebliche Altersvorsorge stärken

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die Versicherer wollen die betriebliche Altersvorsorge (bAV) weiter stärken. Vor allem bei kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) sowie Geringverdienern bestehe noch erheblicher Nachholbedarf, konstatiert der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Mit einem Sieben-Punkte-Plan wollen die Versicherer neue Impulse für die bAV setzen.
Demnach setzt der GDV verstärkt auf das Konzept der Entgeltumwandlung, um die Altersversorgung über den Betrieb weiter zu fördern. So soll ein Modell auf freiwilliger Basis entwickelt werden, mit dem für alle Arbeitnehmer eines Betriebes standardmäßig im Arbeitsvertrag eine Entgeltumwandlung vorgesehen werde, so der GDV. Die Teilnahme der Arbeitnehmer sei hingegen freiwillig.
"Nach unserer Vorstellung wäre es etwa angemessen, Betriebsrenten nur mit dem halben Beitragssatz zur gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung zu belasten", sagt Peter Schwark, Mitglied der Hauptgeschäftsführung im GDV.
Außerdem will der Branchenverband vor allem Geringverdiener durch Freibeträge gefördert, damit die Betriebsrente auf die staatliche Grundsicherung im Alter nicht voll angerechnet werden soll. Zudem sollen Arbeitnehmer und Arbeitgeber finanzielle Hilfen erhalten, wenn diese in eine Direktversicherung, Pensionskasse oder einen Pensionsfonds einzahlen.
"Wir schlagen für Arbeitnehmer mit einem Einkommen von bis zu 37 000 Euro jährlich einen pauschalen steuerlichen Zuschuss vor", wird Schwark in der Süddeutschen Zeitung zitiert. Dieser soll laut Branchenverband bei mindestens bei einem Drittel eines Beitrags von bis zu 480 Euro pro Jahr liegen. (vwh/td)
Bildquelle: Bankenverband
GDV · Altersvorsorge · bAV
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