Schlaglicht

Licht im Schatten

Von Heinz Klaus MertesTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Mit der Großüberschrift "Annus horribilis" schloss die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung gestern die Fülle alarmierter und alarmierender Medienberichterstattung ab, die den Start in das neue Börsenjahr flankierte. Angemerkt und kommentiert wurde dabei insbesondere, warum es den Dax "in dieser Neujahrswoche so besonders schlimm erwischt hat". Und natürlich schloss sich in Analysen und Kommentaren die logisch die Frage an "Wie schlimm wird 2016?"
So einhellig der Alarm, so differierend die Einschätzungen – je nachdem, wie weitere über den Faktor China hinausgehenden Momente zusammengerührt wurden. Eines kristallisierte sich aber übergreifend als bisher eher vernachlässigter Aspekt heraus: Nicht die monetäre Verflechtung Chinas mit dem Weltfinanzsystem eröffnet so sehr den Risikobogen als das Nachlassen seiner industriellen Realwirtschaft mit Wirkung auf Arbeitsplätze, Einkommen und damit Konsum von hochwertigen Importgütern. Aus deutscher Sicht läuft das auf die Gretchenfrage der Exportkonjunktur hinaus. Zunehmend mischen sich auch Betrachtungen über den wirtschaftlichen US-Kurs im Wahljahr in die komplexen Einschätzungen.
In der Fragilität und Volatilität der Verhältnisse fällt ein positives mediales Licht auf den "Stabilitätsanker globale Assekuranz", wie eine Überschrift in der Börsenzeitung Ende voriger Woche kündete. Sie bezog sich dabei auf den dritten Global Insurance Market Report (GIMAR) der Internationalen Vereinigung der Versicherungsaufsichtsbehörden IAIS. Fazit der dokumentierten Eckdaten: "Die globale Versicherungswirtschaft hat sich 2015 in einem herausfordernden wirtschaftlichen Umfeld als voll funktionsfähig erwiesen."
Ein willkommenes Neujahrsgeschenk für die Sparte Berufsunfähigkeitsversicherung war die Veröffentlichung mit guter Medienreichweite über eine frische Branchenstatistik des GDV. Nachdem die Leistungsfähigkeit und vor allem die Leistungsbereitschaft der anbietenden Unternehmen immer häufiger medial angezweifelt wurde ("Neinsager"), dokumentierte die Erhebungsstatistik 2014 eine überragende Leistungsquote und fand gute Resonanz. Zum Beispiel Die Welt: "Schnell und unkompliziert" (siehe MÄRKTE). (hkm)
Bildquelle: dpa
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