Erschienen in Ausgabe 2-2020Trends & Innovationen

Neuer Tarifvertrag räumt Hürde bei Provinzial-Fusion beiseite

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Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi und die Provinzial Nordwest haben sich auf einen Tarifvertrag für die rund 3.500 Beschäftigten geeinigt. Beobachter sehen darin einen möglichen Schritt hin zur Fusion mit der Provinzial Rheinland, weil man weitreichende Zugeständnisse für die Angestellten gemacht habe. 
Der neue Tarifvertrag sieht einen Beschäftigungsschutz für die Angestellten vor. Betriebsbedingte Kündigungen seien demnach bis Juni 2025 ausgeschlossen. Zudem sollen die Standorte Münster, Kiel und Hamburg dauerhaft gesichert werden. Allerdings enthält der neue Tarifvertrag auch einen sogenannten „Fusionsvorbehalt“: Für den Fall einer Fusion oder einer wesentlichen Änderung der Anteilseignerstruktur der Provinzial Nordwest räumt der Tarifvertrag dem Unternehmen ein vorzeitiges Kündigungsrecht dieses Tarifvertrages ein. Weil dieser Schritt aber nur mit einer Frist von einem Jahr erfolgen kann, wären die Mitarbeiter dann zumindest bis Ende Juni 2022 vor betriebsbedingten Kündigungen sicher. Ver.di betont: Die Gewerkschaft sei weder für noch gegen eine Fusion, aber einige Kriterien müssten erfüllt werden, bevor man zustimme.