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Erschienen in Ausgabe 2-2020Unternehmen & Management

Wolkenschloss

Beim Cloud Computing, der Nutzung von Hardware und  Software als gemieteter Service über das Internet, mischen große Player erfolgreich mit. Wie sieht es bei Versicherern mittlerer Größe aus?

Von Silvia FischerVersicherungswirtschaft

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Um technisch nicht den Anschluss zu verpassen sowie effizient und wirtschaftlich zu bleiben, müssen die Versicherer Cloud-Computing nutzen. Allerdings arbeitet die Branche bekanntlich mit sensiblen Daten und die Bundesaufsicht für das Finanzwesen (BaFin) dräut mit strengeren Kontrollen, auch der Cloud-Dienstleister. Die aktuelle Brisanz des Themas Cloud-Computing in der Branche zeigen auch die Reaktionen der befragten Versicherer. Etliche Häuser wollten mit dem Hinweis auf direkt anstehende strategische Entscheidungen beziehungsweise einer Neuausrichtung des IT-Bereichs aktuell keine Aussagen treffen. Folgende Punkte wurden nachgefragt: nutzen die Versicherer Cloud-Services  und für welche Bereiche? Welche Tools und Methoden kommen dabei zum Einsatz? Wie sind die rechtlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen für den Einsatz von Cloud-Software gestaltet? Welche  Anforderungen sind an Cloud-Provider zu stellen? Und wie sehen die Zukunftsstrategien der Versicherer beim Cloud-Computing aus?
Für die VHV Gruppe hat das Thema Cloud-Computing laut Pressesprecher Stefan Lutter eine hohe Relevanz, unter anderem auch als Enabler der Digitalisierung sowie der Flexibilisierung der IT-Ressourcen. Kleinere Cloud-Lösungen seien bereits produktiv im Einsatz. Die GHV verfügt laut Vorstandsvorsitzendem Hans-Gerd Coenen mit GHV-Online über eine vollständig webbasierte und cloud-native Versicherungs-Plattform. Das System umfasse alle Aspekte des Versicherungsprozesses und verbinde auf natürliche Weise alle Arten von Nutzern. Dadurch werde eine Managementoptimierung der nächsten Ebene erreicht und in hohem Umfang eine Automatisierung aller Aktivitäten des Versicherungsunternehmens ermöglicht. GHV-Online sei ein offenes System, das allen Benutzern die Möglichkeit verschaffe, in Echtzeit zu arbeiten, vollkommen unabhängig von Rolle und Standort. Einzige Voraussetzung sei eine Internetverbindung. Die Kommunikation erfolge über einen gesicherten und verschlüsselten Kanal. Dadurch werde das Risiko eines Missbrauchs der übermittelten Daten ausgeschlossen. Bei der Basler Versicherung werden laut Pressesprecherin Angela Kix Cloud-Services derzeit im Rahmen eines Standardarbeitsplatzes genutzt, mit Kollaborations-Plattformen und – Werkzeugen. Für spezielle Fachanwendungen gebe es nur punktuellen Einsatz. Bei Provinzial Nordwest arbeiten bereits das Controlling sowie Planungsbereiche mit Cloud-Diensten, so Pressesprecherin Annette Bäcker. Für die Versicherungskammer Bayern (VKB…