Quelle: picture alliance / Xinhua News Agency
Erschienen in Ausgabe 2-2020Trends & Innovationen

Schadenprisma Januar 2019

Abgeschossene Boeing ist ein Fall für die Kriegsversicherer

Von Versicherungswirtschaft

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Die in der Nähe von Teheran abgestürzte Boeing einer ukrainischen Gesellschaft ist vom Iran versehentlich abgeschossen worden. Keiner der 170 Insassen hat den Einschlag der Rakete überlebt. Die Schäden werden wohl über die Kriegsversicherer der Fluggesellschaft Ukraine International Airlines (UIA) abgewickelt werden. Laut Insurance Insider ist Tokio Marine Kiln der Hauptträger der „war-police“. Der Luftlinienexperte Global Aerospace wird als das führende Unternehmen bei der „all-risk-Deckung“ genannt. Beide Deckungen werden aber wohl mehrere Unternehmen umfassen, wie das die Regel ist. In einem ähnlich gelagerten Fall, Malaysia Airlines Flight MH370, blieb die Blackbox verschollen, der Schaden wurde im Anschluss und einigen juristischen Streitereien, hälftig zwischen dem „Airline-all-risk“ und dem „War-Insurer“ aufgeteilt. Eine ähnliche Lösung ist auch bei der Teheran-Maschine vorstellbar.

Steigende Buschfeuer-Schäden

Seit dem 8. November 2019 wurden Versicherern im Zusammenhang mit den australischen Buschfeuern 13.750 Schäden im Volumen von insgesamt 1,34 Mrd. Australischen Dollar (830 Mio. Euro) gemeldet, teilte das Insurance Council of Australia Mitte Januar mit. Suncorp und Insurance Australia Group sind laut Moody’s diejenigen Versicherer, die die Hauptlast der Schäden tragen werden. Beide haben jedoch entsprechenden Rückversicherungsschutz.
Quelle: Ninian Reid / flickr

Neue Lungenkrankheit aus China

Neun Todesfälle, 440 Infizierte: Das Coronavirus, eine grippeähnliche Krankheit, ist weiter auf dem Vormarsch, inzwischen gibt es bestätigte Fälle in den USA. Ansteckungen von Mensch zu Mensch sind nachgewiesen. Wirtschaftliche Schäden – vor allem für Luftverkehr und Tourismus – könnten ähnlich groß werden wie zur SARS-Pandemie 2002. Der Luftverkehrsverband IATA bezifferte damals den Schaden für seine Branche mit zehn Mrd. Dollar. Durch SARS starben etwa 1.000 Menschen.
Quelle: Alexander Mueller / flickr

Millionenschäden durch Protest

Momentan gibt es 42 Renten-Einzelsysteme in Frankreich. Die Regierung will das vereinheitlichen und das Rentenalter anheben.  Dagegen gehen die Menschen seit dem 5. Dezember auf die Straße bzw. bleiben von der Arbeit.  Busse, Bahnen und der Flugverkehr sind weitgehend lahmgelegt. Die Hotel-und Gaststättenverbande verzeichnete Buchungsrückgänge und Umsatzeinbußen von 20 bis 30 Prozent. Die französische Bahn meldete Verluste von 600 Mio. Euro infolge der Streiks.
Quelle: Pascal Maga / Flickr