Quelle: Pimco 
Erschienen in Ausgabe 2-2020Trends & Innovationen

„Wir versuchen nicht Walmart zu sein“

Im Profil: Emmanuel Roman, CEO Pimco

Von Alexander KasparVersicherungswirtschaft

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Ein Franzose als Fan des englischen Fußballvereins Arsenal, ein Kind Bildender Künstler als Topmanager, ein Manager als Rezensent spannender Bücher. Emmanuel Roman, Chef der Pacific Investment Management Company, besser bekannt als Pimco, passt einfach in keine Schublade. „Manny“ Roman, wie der gebürtige Pariser sich auch nennen läßt, hat dafür viel zu viele Talente, Interessen und Engagements, als das sich seine Persönlichkeit auf einen Nenner bringen ließe. Im August des Boomjahres 1963 geboren repräsentiert Roman zwar einerseits den Old-School-Manager enzyklopädischen Zuschnitts, der von Literatur, Kunst und Wein eben soviel versteht, wie von Mathematik, Turn-Around und Leadership. Der sich aber auch bei den Themen Behavioral Economics, FinTechs und Hedging jederzeit auf dem allerneuesten Stand präsentiert. Nun könnte man dazu sagen, dass ist für einen Manager, der über Pimco fast zwei Billionen US Dollar, 1,91 per Dezember 2019 um genau zu sein, „Under Management“ hat eine blanke Selbstverständlichkeit. Doch all dies ist für Emmanuel Roman nicht nur Mittel zum Zweck, sondern vor allem Ausdruck eines europäischen Kulturmenschen, der die Kunst zu Atmen braucht wie Pimco das Geld seiner Investoren. 
Schon früh zeichnete sich Emmanuel Roman durch seine Intelligenz und seine Neugier aus. Als Kind zweier Künstler las er sich durch die Bücherregale der elterlichen Wohnung. Auch sein mathematisches Talent wurde früh erkannt und so war es nur zwangsläufig, das ihn der Weg an die Pariser Dauphine-Universität, Fachbereich Wirtschaftswissenschaften führte, welche er 1985 auch abschloss. Anschließend erwarb er 1987 seinen MBA in Finanzen und Ökonomie, nachdem er das Vollzeit-MBA-Programm an der University of Chicago beendet hatte. „Ich erinnere mich noch sehr gut, als ich das Zulassungspaket 1985 in der Post in Frankreich erhalten hatte und ich wusste gleich, dass ich zugelassen worden war, was ich kaum glauben konnte", sagte Roman. "Diese Schule war unglaublich gut für mich." Im Rückblick sagte Roman zu diesem wichtigen Lebensabschnitt: „Ich bin sehr dankbar, Freunde fürs Leben gewonnen zu haben. Ich bin auch sehr dankbar dafür, dass ich ein paar Leute getroffen habe, die mir beigebracht haben, dass es Dinge gibt, die ich tun kann, dass es schwierige Themen gibt, die ich lernen kann und vor allem, dass ich schwierige Herausforderungen bewältigen kann, die ich nicht für möglich gehalten habe."

Egal wo er landete, die Aktienkurse der Firmen stiegen

Von 1987 bis 2005…