Quelle: Sollers
Erschienen in Ausgabe 2-2020Köpfe & Positionen

Wann kommt der große Ruck?

Versicherer zwischen Innovation, Risiko und Rendite

Von VW-RedaktionVersicherungswirtschaft

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Die Versicherer preschen weltweit mit Investitionen in ihre digitale Infrastruktur nach vorne. Das oberste Ziel: Kunden in den Mittelpunkt stellen. Die achte Konferenz "innvation in Insurance", organisiert vom polnischen IT-Beratungsunternehmen Sollers, bot exklusive Einblicke in dieses Thema. Experten von Zurich Deutschland, Saga, Admiral, Beazley, Axa Direct Japan, Generali Polen und dem Insurtech Friday diskutierten über die Herausforderungen des technologiegetriebenen Wandels. Michał Trochimczuk, Mitgründer und Managing Partner bei Sollers Consulting, eröffnete die zweitägige Veranstaltung in Warschau mit einer Keynote. „Neue Technologien eröffnen Chancen in allen Bereichen der Wertschöpfungskette, aber aufgrund unflexibler Altsysteme können Innovationen oft nicht ihr wahres Potenzial entfalten“, warnte er in seiner Rede im Copernicus Science Centre. Trochimczuk ermutigte die Versicherer, ihre Geschäftsprozesse zu überdenken. „Neue Produkte und Vertriebsansätze sollten auf völlig neuen Denkweisen über Angebote und Kunden basieren.“ Der Manager fordert, dass die Versicherer weitere Anstrengungen unternehmen müssen, um den Kunden in den Mittelpunkt zu stellen und das Kunden-Vertrauen zu stärken. Nur so könne die weltweite Deckungslücke von rund 1,2 Billionen US-Dollar geschlossen werden. Schadensstatistiken für das Jahr 2019 zeigen, dass die Spanne zwischen den versicherten Schäden und den volkswirtschaftlichen Schäden beträchtlich ist, was gravierende negative Auswirkungen auf die Wirtschaft und die Gesellschaft hat. Um Vertrauen zu schaffen, sind innovative Technologien gefragt. Die Versicherer müssen Produkte vereinfachen, Zusatzleistungen etablieren, Prozesse verschlanken und die Kommunikation transparenter gestalten.

Lob für die PKV

Jens Spahn (CDU) hat der privaten Krankenversicherung ausdrücklich für ihr Engagement gedankt, Wagniskapital für Start-ups bereitzustellen, um die Digitalisierung im Gesundheitswesen voranzubringen. „Es ist wichtig, dass wir mehr Wagniskapital haben“, sagte der Gesundheitsminister bei einer PKV-Veranstaltung in Berlin. Für Spahn dürfte der Finanzierung zum Start über 100 Mio. Euro sicher nicht ausreichen. Wenn Start-ups expandieren wollten, dann stiegen auch deren Kapitalbedürfnisse. 

Quelle: brs

Hauptthema Klimaschutz

Allianz-Vorstandschef Oliver Bäte war dabei – ebenso wie Zurich-Vorstand Mario Greco, Christian Sewing, CEO der Deutschen Bank, oder Siemens-Boss Joe Kaeser. Beim diesjährigen World Economic Forum drehte sich…