Erschienen in Ausgabe 1-2020Trends & Innovationen

Bafin-Zahlen heizen Streit um Provisionsdeckel neu an

Von VW-Redaktion

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Vor zehn Monaten hatte das SPD-geführte Bundesfinanzministerium einen Referentenentwurf zur Begrenzung der Abschlussprovisionen von Lebensversicherungen vorgelegt. Die CDU sowie die gesamte Versicherungsbranche ist mit der Deckelung auf 2,5 Prozent der Beitragssumme nicht einverstanden. Die Bafin sollte zumindest beim Status quo klare Informationen liefern, aber war zuletzt in die Kritik geraten, weil Vergütungen von Restschuldversicherungen und Lebensversicherungen vermischt worden waren. Nun hat die Behörde neue Daten mit Bezug auf das Jahr 2018 vorgelegt, die sie durch eine Abfrage bei den Lebensversicherern ermittelt hat. 2018 stieg das Neugeschäft um 3,6% auf 108,4 Mrd. Euro Beitragssumme an. Die von den Lebensversicherern gezahlten Abschlussprovisionen, sind von 3,9 Mrd. Euro auf 4,1 Mrd. Euro im Jahr 2018 gestiegen. Der durchschnittliche Provisionssatz hat sich damit leicht von 3,77% auf 3,82% erhöht. Stärker gestiegen sind Bestandsprovisionen und zwar von 0,7 Mrd. Euro auf eine Mrd. Euro. Die Zahlungen an Vermittler sind damit insgesamt im Verhältnis zu den vermittelten Beitragssummen von 4,49% im Jahr 2017 auf 4,72% im Jahr 2018 gestiegen. 

"Die Ergebnisse der Bafin-Abfrage begründen weiterhin keinen Provisionsdeckel", äußerte sich der Votum-Verband. Zu wenig oder gar nicht würden dabei die einzelnen Vertriebswege berücksichtigt.