Quelle: epo
Erschienen in Ausgabe 1-2020Köpfe & Positionen

Im Autrag des Kunden

Versicherungsexperten über strategische Projekte und gefährliche Entwicklungen

Von VW-RedaktionVersicherungswirtschaft

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Zwei Gesetzentwürfe beschäftigen seit kurzem die betriebliche Altersversorgung: der Entwurf eines GKV-Betriebsrenten-Freibetragsgesetzes sowie ein Gesetzentwurf zur Änderung des Insolvenzschutzes bei Pensionskassen. Zu ersterem fand im Dezember eine Anhörung beim Gesundheitsausschuss statt. Die aba Arbeitsgemeinschaft für betriebliche Altersversorgung als großer Fachverband der bAV lud aus diesem Anlass zu einem Fachgespräch nach Berlin ein.

Sehr glücklich ist die aba Arbeitsgemeinschaft für betriebliche Altersversorgung mit den beiden aktuellen Gesetzentwürfen zum Themenkreis Betriebsrenten nicht. Sie seien „unbefriedigend und unzureichend“, erklärte Georg Thunes. Zum einen bemängelte der Vorstandsvorsitzende der aba, dass die betroffenen Parteien in beiden Fällen unter erheblichem Zeitdruck Stellung nehmen mussten. Vor allem aber gehen die Neuregelungen nicht weit genug bzw. zum Teil in die falsche Richtung. Beim GKV-Betriebsrenten-Freibetragsgesetz zielt die Hauptkritik darauf, dass das Ziel – die Entlastung der Betriebsrentner von der SV-Beitragslast – zwar richtig, der Weg dahin aber halbherzig sei. Auch nach den geplanten Neuregelungen bleibe es in sehr vielen Fällen bei der doppelten Beitragszahlung von Betriebsrentnern zur Kranken- und Pflegeversicherung, da es in der Rentenphase lediglich für Pflichtversicherte in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) einen beitragsfreien Rentenbetrag von rund 160 Euro geben soll.

Auch die Ausweitung des Förderrahmens von 4 auf 8 Prozent der Beitragsbemessungsgrenze der Rentenversicherung (West) durch das Betriebsrentenstärkungs-Gesetz im Jahr 2018 – eigentlich eine gute Sache – werde dadurch wieder eingeschränkt, dass der sozialversicherungsfreie Höchstbetrag bei vier Prozent bleibe. „Bei einer Dotierung über 4 Prozent hinaus wird es somit ebenfalls zu einer zweimaligen Vollverbeitragung kommen“, macht Thunes weiter deutlich.

Joonko greift an

Das neue, zur Berliner Fintech-Gruppe Finleap gehörende Vergleichsportal Joonko stellt den Autoversicherern eine höhere Bestandsfestigkeit ihrer Verträge in Aussicht. Statt des Preiskampfs setze man auf die Kunden, die zu faul seien, beim Internetvergleich 70 oder mehr Felder zu beantworten. „Wir versprechen den Kunden: Es geht einfach, wir verarschen Dich nicht und bieten Dir die beste Customer Experience“, sagte Joonko-Chefin Carolin Gabor auf einer SZ-Fachkonferenz in Köln. Seit 24. Oktober ist das Start-up im Kraftfahrtgeschäft aktiv. 

Quelle: Finleap

„Aufgebohrt“

Wie…